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Zukunft der Verbrenner: Europa im Umbruch

Während die Stückzahlen in Europa sinken, bleibt das weltweite Potenzial bestehen

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Zukunft der Verbrenner: Europa im Umbruch

Die Autoindustrie befindet sich derzeit in einem tiefgreifenden Wandel, der die Zukunft von Benzin- und Dieselfahrzeugen stark beeinflusst. Trotz der steigenden Nachfrage nach Elektrofahrzeugen gibt es in Europa weiterhin einen Markt für klassische Verbrennungsmotoren, besonders nachdem die Förderung von Elektrofahrzeugen in Deutschland eingestellt wurde. Große Flottenbetreiber wie Sixt und Hertz setzen wieder vermehrt auf Benzin- und Dieselfahrzeuge, während die Autoindustrie auf lange Sicht jedoch den Verbrennungsmotor weitgehend aufgegeben hat.

Die Entscheidung der Branche, sich von Verbrennungsmotoren zu distanzieren, ist bereits getroffen. Viele Hersteller, darunter Volkswagen, Toyota, Volvo und Renault, haben ihre letzten neuen Motorengenerationen auf den Markt gebracht. Experten gehen davon aus, dass die Produktion von Benzin- und Dieselmotoren in der EU nach 2029 stark zurückgehen wird. Einige Hersteller planen jedoch weiterhin, Motoren in geringeren Stückzahlen zu produzieren, wie beispielsweise VW mit seinen Modellen EA211 und EA288. Ab 2030 wird der Anteil an Benzin- und Dieselfahrzeugen in Europa voraussichtlich weiter sinken, da das Angebot reduziert wird und alternative Antriebe dominieren.

Gleichzeitig wird die Wirtschaftlichkeit von Dieselmotoren zunehmend infrage gestellt. Die hohen Kosten für die Abgasnachbehandlung erschweren die Produktion von Dieselmotoren für kleinere Fahrzeuge, sodass einige Hersteller, wie Mercedes-Benz, sich bereits aus diesem Segment zurückziehen. Hinzu kommt, dass ab 2027 Kraftstoffe in den Emissionshandel einbezogen werden, was zu einem Anstieg der Spritpreise führen dürfte. Synthetische Kraftstoffe, sogenannte E-Fuels, könnten eine Möglichkeit sein, die Lebensdauer von Verbrennungsmotoren zu verlängern. Allerdings sind sie derzeit nicht in ausreichender Menge verfügbar und deutlich teurer als herkömmliche fossile Brennstoffe.

Während sich in Europa der Rückgang von Verbrennungsmotoren beschleunigt, bleibt die Nachfrage in anderen Teilen der Welt bestehen. In China beispielsweise wächst sowohl der Markt für Elektro- als auch für konventionelle Fahrzeuge. Westliche Hersteller wie Renault und Geely investieren weiterhin in die Entwicklung und Produktion von Verbrennungsmotoren, um in diesen Märkten Fuß zu fassen. Hier entstehen neue Kooperationen, wie das Joint Venture zwischen Geely, Renault und dem Ölkonzern Aramco, das darauf abzielt, die Produktion von Millionen Verbrennungsmotoren pro Jahr zu sichern. Dies könnte zu einem lukrativen Nischenmarkt werden, der auch in Zukunft Bestand haben könnte.

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