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Xiaomi erhöht Smartphone-Absatzziel trotz Speicherchip-Gegenwinds auf 110 Millionen

Der chinesische Elektronikriese hebt sein jährliches Auslieferungsziel deutlich an – trotz anhaltend hoher Speicherkomponentenkosten.

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Xiaomi erhöht Smartphone-Absatzziel trotz Speicherchip-Gegenwinds auf 110 Millionen

Xiaomi Corp (HK: 1810) hat sein jährliches Smartphone-Auslieferungsziel von 90 Millionen auf 110 Millionen Einheiten angehoben. Dies berichtete das chinesische Medium Jiemian News am Dienstag unter Berufung auf ungenannte Branchenquellen. Der Schritt überrascht, da der Konzern sein Ziel zu Beginn des Jahres noch wegen hoher Speicherkosten gesenkt hatte.

Hintergrund der Entscheidung ist die interne Einschätzung von Xiaomi, dass die aktuelle Preisrallye am Speichermarkt vor einer Umkehr steht. Das Unternehmen gehört zu den volumenmäßig fünf größten Smartphone-Verkäufern Chinas und reagiert damit auf eine sich möglicherweise verändernde Marktdynamik. Die Erwartung sinkender Speicherpreise macht eine höhere Produktionsplanung wirtschaftlich attraktiver.

Widerstand gegen Samsungs Preisforderungen

Nicht nur Xiaomi zeigt sich optimistischer – auch andere chinesische Smartphone-Hersteller stemmen sich gegen die anhaltenden Preiserhöhungen bei Speicherchips. Laut Jiemian News haben sowohl OPPO als auch Vivo das Preisangebot von Samsung für das dritte Quartal abgelehnt. Dies signalisiert einen wachsenden kollektiven Widerstand der Branche gegenüber den Speicherchip-Lieferanten.

Der Preisdruck bei Speicherchips ist kein isoliertes Problem für Xiaomi allein. Auch Branchenriesen wie Apple und Huawei hatten zuletzt auf den zunehmenden Gegenwind durch steigende Speicherchippreise hingewiesen. Der Grund für die Preisrallye liegt unter anderem darin, dass die Vorräte dieser Schlüsselkomponente in großem Umfang von der Künstliche-Intelligenz-Branche absorbiert werden, was das Angebot für traditionelle Smartphone-Hersteller verknappt.

Zweifel an der Nachhaltigkeit der Speicherchip-Rallye

Zuletzt sind jedoch Zweifel aufgekommen, ob die Rallye bei den Speicherchippreisen dauerhaft aufrechterhalten werden kann. Einerseits bleibt die Produktion begrenzt, andererseits stagniert die Nachfrage angesichts der hohen Preise zunehmend. Diese Kombination aus eingeschränktem Angebot und nachlassender Nachfrage könnte den Preisanstieg bremsen oder sogar umkehren.

Für Anleger ist die Entwicklung bei Xiaomi ein wichtiges Signal: Das Unternehmen setzt auf eine Erholung der Margen, sobald die Speicherpreise nachgeben. Die Anhebung des Absatzziels um rund 22 Prozent – von 90 auf 110 Millionen Einheiten – zeigt, dass das Management trotz der aktuellen Herausforderungen langfristig optimistisch bleibt. Ob diese Einschätzung aufgeht, hängt maßgeblich davon ab, wie sich der globale Speicherchipmarkt in den kommenden Quartalen entwickelt.

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