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World Labs sammelt Milliarde Dollar für räumliche KI-Technologie ein

Fei-Fei Lis Startup erhält Finanzierung von AMD, Nvidia und Autodesk für 3D-Weltmodelle

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World Labs sammelt Milliarde Dollar für räumliche KI-Technologie ein

Das KI-Startup World Labs hat eine Finanzierungsrunde über eine Milliarde Dollar abgeschlossen. Zu den prominenten Investoren zählen die Chip-Giganten AMD und Nvidia sowie der Software-Hersteller Autodesk, der allein 200 Millionen Dollar beisteuert und dem Unternehmen künftig beratend zur Seite stehen wird.

Gegründet wurde World Labs von Fei-Fei Li, die in der Branche als "Godmother of AI" gilt. Die Stanford-Professorin hatte das Startup erst im September 2024 mit einer Anschubfinanzierung von 230 Millionen Dollar ins Leben gerufen. Bloomberg News berichtete im Januar von Bewertungsgesprächen bei rund 5 Milliarden Dollar, World Labs selbst äußerte sich nicht zur aktuellen Bewertung.

Neben den Tech-Konzernen beteiligen sich auch Emerson Collective, Fidelity Management & Research Company und das asiatische Technologieunternehmen Sea an der Finanzierungsrunde. Die breite Investorenbasis unterstreicht das Interesse der Industrie an der neuartigen Technologie.

Räumliche Intelligenz als Zukunftstechnologie

World Labs entwickelt Modelle für sogenannte räumliche Intelligenz. Anders als herkömmliche KI-Systeme, die auf zweidimensionale Daten wie Texte oder Bilder angewiesen sind, können diese Modelle die dreidimensionale Welt wahrnehmen, generieren und mit ihr interagieren. Das multimodale Weltmodell "Marble" erstellt 3D-Umgebungen aus Bild- oder Text-Eingaben.

Die Anwendungsmöglichkeiten sind vielfältig: Li sieht Einsatzgebiete in Augmented und Virtual Reality sowie in der Robotik. Unternehmen könnten die Technologie nutzen, um virtuelle Welten zu erschaffen oder Roboter besser in ihrer physischen Umgebung navigieren zu lassen.

Wettrennen um Weltmodelle

World Labs steht nicht allein im Wettbewerb um die Entwicklung von Weltmodellen. Google DeepMind arbeitet mit seiner Genie-Modellfamilie an vergleichbaren Lösungen, die 3D-Umgebungen generieren und simulieren können. Auch Yann LeCun, ehemaliger KI-Chef bei Meta, hat den Facebook-Mutterkonzern verlassen, um mit seinem Startup AMI Labs an ähnlichen Systemen zu forschen.

Die Technologie gilt als vielversprechender Ansatz für die nächste Generation künstlicher Intelligenz. Weltmodelle sollen fortgeschrittene logische Schlussfolgerungen ermöglichen, indem sie visuelle Daten aus der physischen Umgebung verarbeiten und daraus ein Verständnis für räumliche Zusammenhänge entwickeln.

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