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Weizen-Futures fallen bei Hoffnung auf Schwarzmeer-Deeskalation

Weizen-Futures geben nach, da Trump eine Einigung zur Energieinfrastruktur zwischen Ukraine und Russland signalisiert.

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Weizen-Futures fallen bei Hoffnung auf Schwarzmeer-Deeskalation

Die Weizen-Futures an der Chicago Board of Trade (CBOT) sind am Montag gefallen. Auslöser waren neu aufkeimende Hoffnungen auf eine Entspannung des Konflikts im Schwarzmeer-Raum, der die Getreidetransporte aus der Region seit Monaten beeinträchtigt.

Der Dezember-Kontrakt für Soft-Red-Winterweizen schloss mit einem Minus von 3-1/4 Cent bei 7,22 US-Dollar pro Bushel. Im Handelsverlauf fiel der Preis zeitweise auf 7,10 US-Dollar – das niedrigste Niveau seit dem 26. August. Auch die anderen Weizen-Sorten gaben nach: Kansas-City-Dezember-Hard-Red-Winterweizen verlor 6 Cent und schloss bei 7,92-1/2 US-Dollar pro Bushel. Minneapolis-Dezember-Frühjahrweizen fiel um 8-3/4 Cent auf 7,36-1/4 US-Dollar pro Bushel.

Hoffnung auf Waffenruhe im Energiebereich

Die US-amerikanischen und europäischen Weizen-Futures kehrten frühe Kursgewinne im Tagesverlauf um und drehten ins Minus. Auslöser war ein Beitrag von US-Präsident Donald Trump in den sozialen Medien. Darin erklärte er, dass die Ukraine und Russland vereinbart hätten, gegenseitig keine Energieinfrastruktur mehr anzugreifen.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte sich jedoch zurückhaltend. Er erklärte, dass die Ukraine weiterhin nicht überzeugt sei, dass Russland einer solchen Vereinbarung auch tatsächlich nachkommen werde. Die Skepsis aus Kiew zeigt, wie fragil die Hoffnungen auf eine schnelle Deeskalation weiterhin sind.

Für den globalen Getreidemarkt ist die Schwarzmeer-Region von zentraler Bedeutung. Die Ukraine zählt zu den größten Weizenexporteuren der Welt. Jede Unterbrechung der Schifffahrtsrouten führt unmittelbar zu Preisschwankungen an den internationalen Terminmärkten.

Exportdaten im Rahmen der Erwartungen

Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlichte zudem neue Zahlen zu den Exportinspektionen. In der vergangenen Woche wurden insgesamt 456.720 metrische Tonnen US-Weizen inspiziert. Dieser Wert lag innerhalb der Markterwartungen, die zwischen 300.000 und 500.000 Tonnen angesiedelt waren.

Die Daten bestätigen, dass die US-Exporte trotz der geopolitischen Unsicherheiten weiterhin auf einem soliden Niveau laufen. Dennoch bleibt der Markt angespannt. Händler beobachten aufmerksam die Entwicklungen im Schwarzmeer-Konflikt, da jede Eskalation oder Deeskalation unmittelbare Auswirkungen auf die Frachtrouten und damit auf die weltweiten Getreidepreise hat.

Für deutsche Landwirte und Agrarhändler sind die Entwicklungen in Chicago von großer Bedeutung. Die Preise an der CBOT gelten als internationaler Referenzwert und beeinflussen auch die Notierungen an der europäischen Börse in Paris. Sollte sich die Lage im Schwarzen Meer tatsächlich entspannen, könnten die Weizenpreise weiter nachgeben. Bleibt die Unsicherheit jedoch bestehen, ist mit erneuten Preisausschlägen nach oben zu rechnen.

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