ANZEIGE

Warner Bros. Discovery prüft erhöhtes Paramount-Angebot von 31 Dollar

Mediengigant nimmt Verkaufsgespräche wieder auf – Netflix gewährt siebentägige Verhandlungsfrist bis 23. Februar

2 Min
Warner Bros. Discovery prüft erhöhtes Paramount-Angebot von 31 Dollar

Warner Bros. Discovery (WBD) hat die Verkaufsgespräche mit Paramount wieder aufgenommen, nachdem der Konkurrent sein Übernahmeangebot auf 31 US-Dollar pro Aktie erhöht hat. Der Medienkonzern, der Marken wie HBO, Superman und Harry Potter besitzt, erhielt von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3ANFLX">Netflix eine siebentägige Ausnahmegenehmigung für die Verhandlungen. Die Frist läuft am 23. Februar ab.

Das neue Angebot liegt deutlich über dem zuvor abgelehnten feindlichen Übernahmeversuch von 30 Dollar pro Aktie. Paramount signalisierte dem WBD-Vorstand, den Preis sogar über 31 Dollar anheben zu wollen, sollten die Gespräche konkrete Fortschritte erzielen. Die Gesamtbewertung des Deals beläuft sich auf 108,4 Milliarden Dollar inklusive Schulden.

Netflix bleibt trotz der Verhandlungspause der bevorzugte Partner von Warner Bros. Discovery. Der Streaming-Riese bietet 27,75 Dollar pro Aktie für die Studio- und Streaming-Geschäftsbereiche, was einem Unternehmenswert von 82,7 Milliarden Dollar entspricht. Der WBD-Vorstand empfiehlt den Aktionären weiterhin einstimmig die Netflix-Transaktion.

Strukturelle Unterschiede der Angebote

Die beiden konkurrierenden Deals unterscheiden sich fundamental in ihrer Struktur. Netflix konzentriert sich ausschließlich auf die Streaming- und Studio-Assets von WBD. Die Kabelfernsehsparte mit Sendern wie CNN, TNT, TLC und Food Network würde in ein separates börsennotiertes Unternehmen namens Discovery Global ausgegliedert.

Paramount hingegen will den gesamten Konzern übernehmen, inklusive aller Kabelnetzwerke. CEO David Ellison und sein Vater Larry Ellison, Gründer des Software-Riesen Oracle, stehen als Hauptfinanzierer bereit. Larry Ellison garantiert persönlich bis zu 43,6 Milliarden Dollar an Eigenkapitalzusagen für die Transaktion.

Offene Fragen zur Finanzierung

Trotz des erhöhten Angebots äußert der WBD-Vorstand weiterhin Bedenken. In einem Schreiben an Paramount nannte das Gremium mehrere "Mängel" im Finanzierungskonzept. Ungeklärt bleiben Fragen zur Deckung von Gebühren für nachrangige Schuldverschreibungen in Höhe von 1,5 Milliarden Dollar.

Zudem fehle die Gewissheit über die Eigenkapitalfinanzierung, falls die geplante Fremdfinanzierung nicht zustande kommt. Paramount versuchte diese Zweifel zu zerstreuen, indem es zusätzliche Barzahlungen für jeden Quartal anbot, in dem sich der Abschluss nach Ende 2026 verzögert. Der Konzern erklärte sich zudem bereit, die Kündigungsgebühr von 2,8 Milliarden Dollar an Netflix zu übernehmen.

Aktivistische Investoren mischen sich ein

Der Übernahmekampf dauert bereits seit Monaten und zieht zunehmend aktivistische Investoren an. Ancora Holdings hat eine Beteiligung aufgebaut und spricht sich gegen die Netflix-Transaktion aus. Die Investmentfirma wirft dem Vorstand vor, Paramounts Angebot nicht ausreichend geprüft zu haben.

Pentwater Capital Management unterstützt ebenfalls das Paramount-Gebot und drängt auf die Nominierung neuer Vorstandsmitglieder. Paramount selbst kritisierte wiederholt, WBD führe einen "unfairen Verkaufsprozess" durch, der Netflix systematisch bevorzuge. Die Aktionärsabstimmung über die Netflix-Fusion ist für den 20. März angesetzt.

Netflix behält sich nach Ablauf der siebentägigen Frist das Recht vor, jedes neue Angebot von Paramount zu matchen. Damit könnte der Streaming-Dienst auch bei einem höheren Paramount-Gebot noch einmal nachbessern und den Deal für sich entscheiden.

Warner Bros. DiscoveryParamountNetflixÜbernahmeMedienbranche

Meistgelesene News

  1. Frankfurter Erbpacht-Schock: 1.900 Prozent mehr für Hausbesitzer
  2. BlackRock-Strategin warnt: Fed-Zinsentscheidung ist nicht die entscheidende Frage
  3. Warsteiner verliert Motel One und Sauerland-Stern als Kunden
  4. Warsteiner Brauerei kämpft mit Krise und Absatzproblemen
  5. Fed-Zinsentscheidung: Märkte zwischen Inflationsdruck und Stabilisierung

Disclaimer