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Vormarkt: Verizon, Tesla und Range Resources mit größten Bewegungen

Telekomriese Verizon überzeugt mit Gewinnüberhang, während Range Resources nach der Übernahme durch EQT um 15 Prozent zulegt.

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Vormarkt: Verizon, Tesla und Range Resources mit größten Bewegungen

Der US-Handel startet mit einer Reihe auffälliger Einzelwertbewegungen. Während einige Konzerne von überzeugenden Quartalszahlen und Analysten-Hochstufungen profitierten, belasteten bei anderen Unternehmen Herabstufungen und ein enttäuschender Studienverlauf die Kurse. Besonders deutlich fielen die Ausschläge bei einem Erdgasunternehmen aus, das zum Übernahmeziel avancierte.

Zu den Gewinnern zählte Verizon Communications. Die Aktie des Telekommunikationskonzerns legte um 2 Prozent zu, nachdem das Unternehmen einen Gewinnüberhang für das dritte Quartal gemeldet hatte. Zusätzlich hob Verizon seine Jahresprognose für den Gewinn im Jahr 2026 an – ein Signal, das Anleger als Zeichen für anhaltende operative Stärke werteten.

Übernahme-Schlagzeilen bewegen Range Resources

Für die mit Abstand größte Bewegung sorgte Range Resources. Das Erdgasunternehmen schoss um 15 Prozent in die Höhe, nachdem EQT Corp bekannt gegeben hatte, Range Resources übernehmen zu wollen. Dabei wird Range Resources auf mehr als 50 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Aktien von EQT fielen im Gegenzug um 4 Prozent. Der rein aktienbasierte Deal – also ein Tausch von Anteilen ohne Barzahlung – soll im ersten Quartal 2027 abgeschlossen werden.

Auch im Gesundheitssektor gab es Übernahmefantasie. Die Aktie von Surgery Partners kletterte um fast 25 Prozent, nachdem die Financial Times am Sonntag berichtet hatte, dass Bon Secours Mercy Health sich einer Übernahme des Gesundheitsdienstleisters über 6 Milliarden US-Dollar nähert. Die sogenannte Take-Private-Transaktion – also die Herausnahme von der Börse durch einen privaten Käufer – könnte laut dem Bericht, der sich auf Quellen beruft, bereits am Montag angekündigt werden. Sie würde Surgery Partners mit 20 US-Dollar pro Wertpapier bewerten.

Auf der Verliererseite stand erneut Moderna. Die Aktie lag um 8 Prozent im Minus, da der Abverkauf nach dem Leak der Ergebnisse einer stark beobachteten Krebsimpfstoff-Studie am Donnerstag weiterging. Bereits am Donnerstag und Freitag der Vorwoche war das Papier um mehr als 18 Prozent eingebrochen. Der Fall zeigt, wie empfindlich Biotech-Werte auf Nachrichten aus der klinischen Forschung reagieren.

Analysten-Ratings und Kapitalmaßnahmen im Fokus

Bei Tesla sorgte eine Hochstufung für Rückenwind. Der Elektrofahrzeughersteller stieg um 2 Prozent, nachdem Barclays die Aktie auf „Overweight“ hochgestuft hatte. Die Analysten der Bank begründeten ihre optimistischere Einschätzung mit einer möglichen M&A-Gelegenheit mit SpaceX, dem Wachstum im Robotaxi-Geschäft des Unternehmens sowie der Stärke des Kerngeschäfts.

Anders verlief es bei Fair Isaac. Der Datenanalytiker sank um fast 10 Prozent, nachdem Wells Fargo die Aktie von „Overweight“ auf „Equal Weight“ herabgestuft hatte. Die Analysten begründeten den Schritt damit, dass Fair Isaac keine Preiserhöhungen vornehmen werde, um Kreditgeber dazu zu bewegen, weiterhin seinen FICO-Score zu nutzen.

Im Einzelhandel überzeugte Ross Stores mit einem Kurssprung von mehr als 6,5 Prozent. Auslöser war die Aufwertung der Aktie durch UBS auf „Buy“. Die Analysten der Bank sagten voraus, dass eine steigende Produktivität in den Filialen dazu beitragen werde, die Aktie über 300 US-Dollar zu treiben.

Zu den Gewinnern zählte zudem Meta Platforms. Der Hyperscaler stieg um 1 Prozent, nachdem er eine Aktienplatzierung über 35 Milliarden US-Dollar zur Finanzierung seines Ausbaus im Bereich künstliche Intelligenz angekündigt hatte. Zusätzlich plant Meta, weitere 60 Milliarden US-Dollar über ein sogenanntes „At-the-Market“-Programm einzunehmen, bei dem Aktien schrittweise am Markt platziert werden.

Unter Druck gerieten hingegen mehrere sogenannte Neocloud-Aktien. Die Papiere mehrerer Unternehmen gerieten in den Talfahrt, nachdem Elon Musk in einem Beitrag auf X geschrieben hatte, dass „mehr als 200 Neoclouds ein Aussterben auf Guppy-Niveau erleben werden“. CoreWeave verlor 5 Prozent, Nebius fiel um 3,5 Prozent und Iren um 4 Prozent. Für deutsche Anleger bleibt festzuhalten: Vorbörsenbewegungen geben häufig die Richtung für den Handelsstart vor, sind aber nicht immer ein verlässlicher Indikator für den weiteren Tagesverlauf.

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