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USA verschärfen Exportregeln für KI-Technologien

Beschränkungen für Chips und Ausnahmen für Verbündete im Fokus neuer Maßnahmen

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USA verschärfen Exportregeln für KI-Technologien

Die US-Regierung unter Präsident Joe Biden hat die Exportbeschränkungen für KI-Technologien verschärft. Nur die engsten Verbündeten der Vereinigten Staaten, zu denen auch Deutschland gehört, sollen weiterhin uneingeschränkten Zugang zu den Technologien haben. Die Maßnahmen betreffen insbesondere die Ausfuhr von leistungsstarken Grafikkartenchips, die in KI-Anwendungen unverzichtbar sind. Diese Chips, oft in großen Rechenzentren genutzt, ermöglichen das Training komplexer Modelle wie beispielsweise des Chatbots ChatGPT, dessen Entwicklung den aktuellen KI-Boom mit ausgelöst hat.

Die neuen Vorschriften konzentrieren sich auf die Gesamt-Rechenleistung der exportierten Chips, gemessen in der sogenannten Total Processing Performance (TPP). Für Staaten mit Exportbeschränkungen wird bis 2027 eine Obergrenze von 790 Millionen TPP festgelegt, was etwa 50.000 Chips des Modells Nvidia H100 entspricht. Diese Chips bieten enorme Rechenkapazitäten und werden in Anwendungen wie Kundendienst-Chatbots, Betrugserkennungssystemen und Empfehlungsalgorithmen eingesetzt.

Zu den Ausnahmen zählen 18 Länder, darunter mehrere europäische Staaten, Kanada, Japan, Südkorea, Australien und Taiwan. Unternehmen aus diesen Ländern können weiterhin von den USA importierte Chips uneingeschränkt nutzen. Laut Handelsministerin Gina Raimondo sind die Vereinigten Staaten bestrebt, ihre Führungsrolle in der KI-Technologie zu bewahren und gleichzeitig sicherzustellen, dass die Technologien nicht in die Hände feindlicher Staaten gelangen, wo sie für militärische Zwecke oder die Entwicklung von Bio-Waffen eingesetzt werden könnten.

Die neuen Regelungen sollen auch dazu beitragen, die Verbreitung von KI-Chips besser zu kontrollieren. Unternehmen wie Nvidia, AMD, Google und Meta, die an der Entwicklung solcher Technologien beteiligt sind, könnten durch die Einschränkungen beeinflusst werden. Besonders betroffen sind Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services, <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft und Google, die erhebliche Investitionen in den Aufbau neuer KI-Rechenzentren planen. Diese Unternehmen können jedoch unter bestimmten Bedingungen Ausnahmegenehmigungen erhalten.

Die Statusvergabe als "Universal Verified End User" ermöglicht es Firmen, unabhängig von den Exportbeschränkungen größere Kontingente an Chips zu beziehen. Diese Regelung soll den USA ermöglichen, den Verbleib der exportierten Technologie besser zu überwachen und Schmuggel, insbesondere nach China, zu erschweren. Branchenexperten und Interessengruppen haben nun 120 Tage Zeit, die geplanten Maßnahmen zu kommentieren, bevor die nächste Regierung die endgültigen Beschlüsse fasst.

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