US-Senatoren befragen FCC-Chefin zu Nexstar-Tegna-Mediendeal
Amerikanische Senatoren richten kritische Fragen an die FCC-Vorsitzende bezüglich des geplanten Zusammenschlusses zweier großer US-Medienkonzerne.

US-Senatoren haben die Vorsitzende der Federal Communications Commission (FCC) zu dem geplanten Zusammenschluss der Medienunternehmen Nexstar und Tegna befragt. Dies berichtet Bloomberg News. Die FCC ist die zuständige US-Regulierungsbehörde für den Rundfunk- und Telekommunikationssektor und muss solchen Deals zustimmen.
Nexstar und Tegna zählen zu den größten lokalen TV-Sendernetzwerken in den Vereinigten Staaten. Eine Fusion beider Unternehmen würde die Medienlandschaft im amerikanischen Lokalfernsehen erheblich verändern. Kritiker befürchten eine zu starke Marktkonzentration bei lokalen Nachrichtensendern.
Politischer Druck auf die Regulierungsbehörde
Die Befragung durch Senatoren zeigt den politischen Druck, dem die FCC bei der Prüfung großer Medientransaktionen ausgesetzt ist. Gesetzgeber beider Parteien haben in der Vergangenheit Bedenken hinsichtlich der Medienkonzentration geäußert. Lokale Nachrichtenversorgung gilt in den USA als besonders schützenswert.
Für deutsche Anleger und Beobachter ist der Fall ein Beispiel dafür, wie regulatorische Hürden Medien-Fusionen in den USA beeinflussen können. Vergleichbare Prüfverfahren kennt man in Deutschland durch die Medienanstalten und das Bundeskartellamt. Solche Überprüfungen können Deals erheblich verzögern oder sogar verhindern.
