US-Republikaner legen Krypto-Gesetz mit neuen Ethikregeln vor
Überarbeiteter "Clarity Act" enthält strenge Auflagen für Präsident Trump und andere Amtsträger.

Die republikanischen Senatsabgeordneten der USA haben am Montag einen überarbeiteten Entwurf eines umfassenden Kryptowährungs-Gesetzes vorgestellt. Der neue Text des "Clarity Act" enthält ethische Bestimmungen, die von Präsident Donald Trump gebilligt wurden, wie die Senatoren in einer Erklärung mitteilten.
Der endgültige Gesetzentwurf umfasst neue ethische Vorschriften, die den Interessenkonflikt-Regelungen der Republikaner Thom Tillis und des Demokraten Ruben Gallego entsprechen. Dies gaben die Senatoren Cynthia Lummis, John Boozman und Tim Scott bekannt.
Präsident Trump unter strengen Auflagen
"Präsident Trump hat sich freiwillig zu beispiellosen ethischen Beschränkungen verpflichtet und damit jeden föderal gewählten Beamten, jeden Richter und deren Ehepartner einigen der strengsten ethischen Auflagen der US-Geschichte unterworfen", sagte Senatorin Lummis. Die neuen Regelungen betreffen demnach nicht nur den Präsidenten selbst, sondern auch alle anderen gewählten Amtsträger und Richter.
Die Krypto-Branche hat nach Angaben der Senatoren Hunderte Millionen Dollar in Kampagnen investiert, um den "Clarity Act" voranzubringen. Aus Sicht der Branche soll das Gesetz Kryptounternehmen auf eine solide rechtliche Grundlage stellen. Der Senat hat für Dienstag eine verfahrensrechtliche Abstimmung angesetzt, die über das Schicksal des Gesetzentwurfs entscheiden könnte.
Verbraucherschutz und Brancheninteressen
Der neue Entwurf schützt Verbraucher durch neue Rahmenbedingungen für Affiliate-Trading. Zudem klärt er die Anwendbarkeit staatlicher Verbraucherschutzgesetze und schützt Softwareentwickler, wie die republikanischen Senatoren erklärten.
Demokraten und einige Republikaner hatten zuvor gewarnt, dass der Gesetzentwurf unzureichende Schutzvorkehrungen enthalte und das Bankensystem destabilisieren könnte. Die Krypto-Branche und der Bankensektor haben vor der Abstimmung über den Gesetzentwurf nächste Woche eine letzte Lobbyingoffensive in den Heimatstaaten der Senatoren gestartet.
Hintergrund für deutsche Anleger
Der "Clarity Act" ist einer der ambitioniertesten Versuche, den Kryptomarkt in den USA regulatorisch zu erfassen. Für deutsche Anleger ist der Ausgang des Gesetzgebungsverfahrens von Bedeutung, da die US-Regulierung oft als Blaupause für andere Länder dient. Sollte der Entwurf scheitern, droht der Krypto-Branche in den USA weiterhin rechtliche Unsicherheit. Die morgige Abstimmung im Senat gilt als erster wichtiger Test für die politische Durchsetzbarkeit des Gesetzes.
