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US-Gerichte billigen KI-Training mit Autorenwerken

Fair-Use-Klausel schützt Tech-Firmen – doch illegale Quellen bleiben riskant und umstritten

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US-Gerichte billigen KI-Training mit Autorenwerken

US-Richter haben in zwei Verfahren gegen die Unternehmen Meta und Anthropic Urheberrechtsklagen von Autoren abgewiesen – und damit für Aufsehen im internationalen Streit um das Training Künstlicher Intelligenz mit geschützten Inhalten gesorgt. Im Mittelpunkt der Entscheidungen stand die Frage, ob der Einsatz literarischer Werke beim Training großer Sprachmodelle ohne Erlaubnis der Urheber zulässig ist. Beide Gerichte folgten weitgehend der Argumentation der beklagten Tech-Firmen, die sich auf die Fair-Use-Klausel im US-Urheberrecht berufen hatten.

Im Fall Anthropic ging es um mehr als sieben Millionen E-Books, die das Unternehmen für das Training seines KI-Modells Claude verwendet hatte – nach Angaben der Kläger ohne Lizenz. Obwohl das Gericht den Einsatz grundsätzlich unter Fair Use einstufte, wurde das Verfahren nicht vollständig zugunsten von Anthropic entschieden. Der zuständige Richter stellte klar, dass die Bücher legal beschafft sein müssten, was im konkreten Fall offenbar nicht zutraf. Anthropic hatte die Werke von illegalen Piratenseiten bezogen und muss sich deshalb weiterhin vor Gericht verantworten.

Ähnlich gelagert war der Fall gegen Meta. Dort hatten 13 Autoren geklagt, deren Werke nach eigenen Angaben ebenfalls ohne Zustimmung zum Training von Metas LLM verwendet worden waren. Doch das Gericht kam zu dem Schluss, dass die Klage unzureichend begründet war. Der Vorsitzende Richter argumentierte, die Kläger hätten vor allem betont, dass die Nutzung ihrer Werke potenziell wirtschaftliche Schäden verursache. Dies reichte dem Gericht nicht aus, um eine Urheberrechtsverletzung festzustellen.

Beide Urteile betonen jedoch, dass sie kein generelles grünes Licht für den Einsatz urheberrechtlich geschützter Werke im KI-Training darstellen. Richter Vince Chhabria erklärte ausdrücklich, dass unter vielen Umständen das Kopieren geschützter Inhalte zum Training generativer KI-Modelle illegal sei. Er verwies auf die Möglichkeit, dass KI-Systeme ganze Märkte mit Inhalten überschwemmen könnten und so den Absatz der Originalwerke beeinträchtigten. Das bedeute, Unternehmen müssten in der Regel Lizenzen erwerben, um rechtlich auf der sicheren Seite zu stehen.

Die Urteile gelten als richtungsweisend, auch wenn sie auf das US-Recht beschränkt sind. Für europäische Autoren haben sie keine direkte rechtliche Relevanz, da eine vergleichbare Fair-Use-Regelung in Europa nicht existiert.

AnthropicMetaKlageGerichtKünstliche Intelligenz

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