Union fordert schnelle Entscheidungen zum Bundeshaushalt
Frei nennt Investitionsanreize und Stromsteuer-Senkung als dringliche Vorhaben der Koalition

Unions-Fraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei hat auf die Notwendigkeit schneller Entscheidungen zum Bundeshaushalt hingewiesen. Die neue schwarz-rote Bundesregierung müsse sich umgehend mit dem Haushaltsplan für das Jahr 2025 befassen. Frei betonte in Berlin, dass diese Aufgabe im Wesentlichen noch vor der Sommerpause abgeschlossen werden müsse. Dabei verwies er auf die hohe Dringlichkeit, mit der zentrale finanzpolitische Maßnahmen angegangen werden müssten.
Laut Frei werde bereits im Sommer auch mit der Planung des Bundeshaushalts für das Jahr 2026 begonnen werden. Diese Phase bezeichnete er als „Stunden der Wahrheit“. Dabei machte der CDU-Politiker deutlich, dass nicht alle politischen Vorhaben den gleichen Stellenwert hätten. Vielmehr gebe es eine klare Priorisierung, die sich auch aus den bereits abgeschlossenen Sondierungen zwischen Union und SPD ableite.
Einige Maßnahmen müssten laut Frei besonders schnell umgesetzt werden, da sie unmittelbare Auswirkungen auf den Bundesetat für das laufende Jahr hätten. Dazu zähle etwa die steuerliche Förderung von Unternehmensinvestitionen. Die Koalition habe sich darauf verständigt, dass Unternehmen künftig einen höheren Prozentsatz ihrer Investitionskosten steuerlich abschreiben können. Diese Regelung solle rückwirkend zum 1. Januar 2025 gelten, weshalb deren Umsetzung keine Verzögerung dulde.
Ein weiterer Punkt auf der Liste dringlicher Vorhaben ist die geplante Senkung der Stromsteuer. Frei betonte, dass auch diese Maßnahme nicht bis in den Herbst oder gar bis zum Jahresbeginn 2026 aufgeschoben werden könne. Aus seiner Sicht erfordert die Vereinbarung eine sofortige Umsetzung, um den gewünschten Entlastungseffekt für Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen zeitnah zu erreichen.
Die Aussagen des Fraktionsgeschäftsführers verdeutlichen die engen zeitlichen Vorgaben, mit denen sich die neue Bundesregierung konfrontiert sieht. Die politische Einigung zwischen Union und SPD steht offenbar kurz vor dem Abschluss, sodass ein baldiger Regierungsstart zu erwarten ist. Der Fokus liegt dabei klar auf finanzpolitischen Entscheidungen, die bereits in den kommenden Wochen erste spürbare Veränderungen nach sich ziehen sollen.
