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UN: Kraftstoffsubventionen könnten die Marke von einer Billion Dollar überschreiten

Studie der Vereinten Nationen warnt: Steigende Energiepreise durch den Iran-Krieg treiben Subventionen auf Rekordniveau.

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UN: Kraftstoffsubventionen könnten die Marke von einer Billion Dollar überschreiten

Regierungen weltweit stoßen an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Verbraucher vor den gestiegenen Energiepreisen zu schützen, die aus dem Iran-Krieg und anderen Krisen resultieren. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Vereinten Nationen. Danach könnten die Subventionen für Kraftstoffe in diesem Jahr mehr als eine Billion US-Dollar kosten. Das ist eine gewaltige Summe, die die öffentlichen Haushalte in vielen Ländern zusätzlich belastet.

Der am Freitag veröffentlichte Bericht des Entwicklungsprogramms der Vereinten Nationen (UNDP) zeichnet ein schwieriges Bild der globalen Lage. Globale politische Maßnahmen zur Abschwächung der Auswirkungen steigender Lebensmittel- und Energiepreise werden demnach immer schwerer aufrechtzuerhalten sein. Als Gründe nennt der Bericht höhere Kreditkosten und das voraussichtlich stärkste El-Niño-Ereignis seit Beginn der Aufzeichnungen.

Was hinter den Zahlen steckt

Kraftstoffsubventionen sind staatliche Zuschüsse, mit denen Regierungen den Preis für Benzin, Diesel oder Heizöl für Verbraucher künstlich niedrig halten. Sie wirken kurzfristig entlastend, belasten aber die Staatskassen erheblich. Steigt der Weltmarktpreis für Energie, wächst automatisch auch die Lücke, die der Staat ausgleichen muss. Genau dieser Mechanismus erklärt, warum die geschätzten Kosten in diesem Jahr die Marke von einer Billion US-Dollar überschreiten könnten.

Hinzu kommt das Klimaphänomen El Niño, das Wetterbedingungen weltweit verändert und Ernten beeinträchtigen kann. Ein besonders starkes El-Niño-Ereignis verschärft den Druck auf die Lebensmittelpreise zusätzlich. Der UNDP-Bericht rechnet mit dem stärksten Ereignis dieser Art, das jemals aufgezeichnet wurde. Für Regierungen bedeutet das, dass sie an zwei Fronten gleichzeitig gegensteuern müssen: bei der Energie und bei den Nahrungsmitteln.

Enger werdende Spielräume

Erschwerend kommen die höheren Kreditkosten hinzu. Wenn sich Staaten teurer verschulden müssen, wird es schwieriger, teure Entlastungsprogramme dauerhaft zu finanzieren. Die Kombination aus gestiegenen Energiepreisen, teurerer Kreditaufnahme und drohenden Ernteausfällen setzt die Politik unter erheblichen Druck. Der Bericht macht deutlich, dass die bisherigen Maßnahmen vielerorts an ihre Belastungsgrenze stoßen.

Die Studie der Vereinten Nationen betrachtet die Lage global und macht keine Angaben zu einzelnen Ländern. Sie zeigt jedoch, dass die Spielräume der Politik weltweit enger werden. Für Verbraucher bedeutet das, dass staatliche Preisbremsen und Zuschüsse nicht unbegrenzt fortgeführt werden können. Wo Subventionen gekürzt werden, schlägt sich das unmittelbar in höheren Preisen an der Tankstelle und im Supermarkt nieder.

Für Anleger und Beobachter der Finanzmärkte ist die Entwicklung in mehrfacher Hinsicht relevant. Steigende Energie- und Lebensmittelpreise treiben die Inflation und beeinflussen damit auch die Zinspolitik der Notenbanken. Zugleich wächst der fiskalische Druck auf Staaten, die bereits hohe Schulden tragen. Die vom UNDP beschriebene Kombination aus höheren Kreditkosten und teureren Subventionen dürfte die öffentlichen Finanzen in vielen Volkswirtschaften weiter belasten.

Der Bericht reiht sich in eine Serie von Warnungen ein, wonach die weltweite Krisenbewältigung zunehmend an finanzielle Grenzen stößt. Der Iran-Krieg und andere Konflikte treiben die Energiepreise, während der Klimafaktor El Niño die Nahrungsmittelversorgung unter Druck setzt. Beide Entwicklungen zusammen könnten die staatlichen Hilfsprogramme in diesem Jahr teurer machen als je zuvor. Klar ist: Die Rechnung für die Entlastung der Verbraucher wächst weiter.

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