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Umfrage: 77 Prozent der Amerikaner machen Trump für Benzinpreisanstieg verantwortlich

Eine Reuters/Ipsos-Umfrage zeigt: Die Mehrheit der US-Wähler gibt Trump die Schuld an steigenden Benzinpreisen – mit Folgen für die Midterms.

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Umfrage: 77 Prozent der Amerikaner machen Trump für Benzinpreisanstieg verantwortlich

Eine deutliche Mehrheit der amerikanischen Wähler macht Präsident Donald Trump für den jüngsten Anstieg der Benzinpreise verantwortlich. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Reuters/Ipsos hervor, die Anfang der Woche abgeschlossen wurde. Die Ergebnisse könnten die Republikanische Partei im Vorfeld der Kongresswahlen im November erheblich unter Druck setzen.

Laut der Umfrage gaben rund 77 Prozent der registrierten Wähler an, dass Trump zumindest ein gewisses Maß an Verantwortung für den Benzinpreisanstieg trägt. Als Auslöser gilt Trumps Entscheidung, gemeinsam mit dem US-Verbündeten Israel einen Krieg gegen den Iran zu beginnen. Dieser geopolitische Schritt hat offenbar direkte Auswirkungen auf die Energiepreise und damit auf den Alltag der amerikanischen Bevölkerung.

Besonders bemerkenswert ist, dass diese kritische Haltung gegenüber Trump nicht auf politische Gegner beschränkt ist. Die Umfrage zeigt, dass die Verantwortungszuschreibung über das gesamte politische Spektrum hinweg geteilt wird – also auch unter Wählern, die dem Präsidenten traditionell nahestehen.

Politische Brisanz vor den Midterm-Wahlen

Für die Republikanische Partei kommen diese Ergebnisse zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Die Kongresswahlen im November gelten als wichtiger Stimmungstest für die Regierung Trump. Hohe Benzinpreise treffen amerikanische Haushalte direkt und spürbar – sie gelten in den USA traditionell als einer der sensibelsten politischen Indikatoren, da das Auto für die meisten Amerikaner unverzichtbar ist.

Historisch gesehen haben steigende Energiepreise in den USA regelmäßig die Zustimmungswerte amtierender Präsidenten belastet. Für deutsche Beobachter ist dabei interessant, dass die Benzinpreise in den USA trotz des Anstiegs nach wie vor deutlich unter dem europäischen Niveau liegen – dennoch reagieren US-Wähler auf Preisveränderungen an der Zapfsäule politisch besonders sensibel.

Die Reuters/Ipsos-Umfrage wurde unter registrierten Wählern in den Vereinigten Staaten durchgeführt und Anfang der Woche abgeschlossen. Die Ergebnisse verdeutlichen, wie eng wirtschaftliche Alltagsfragen und außenpolitische Entscheidungen in der öffentlichen Wahrnehmung miteinander verknüpft sind. Der Zusammenhang zwischen dem Militäreinsatz gegen den Iran und den steigenden Kraftstoffkosten wird von einer breiten Wählermehrheit direkt hergestellt.

Bedeutung für den Wahlkampf

Für die bevorstehenden Midterm-Wahlen im November bedeuten diese Umfragewerte eine klare Warnung für die Republikaner. Sollten die Benzinpreise auf hohem Niveau bleiben oder weiter steigen, könnte dies die Stimmung der Wähler nachhaltig beeinflussen. Die Demokraten dürften das Thema Energiepreise und die damit verbundene außenpolitische Verantwortung Trumps verstärkt in den Wahlkampf einbringen.

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