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Ukraine-Krise: Explodiert jetzt der Gaspreis?

Russlands Ex-Präsident Medwedew "2000 Euro für 1000 Kubikmeter"

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Ukraine-Krise: Explodiert jetzt der Gaspreis?

Nach den jüngsten Ereignissen in der Ukraine, wurde das Gasprojekt Nord Stream 2 auf Eis gelegt. Analysten sind sich einig, dass als Folge der Gaspreis in den kommenden Tagen anziehen dürfte. Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew kündigt indes eine regelrechte Preisexplosion an: "Willkommen in einer neuen Welt, in der die Europäer bald 2000 Euro für 1000 Kubikmeter Gas bezahlen werden", erklärte der heutige stellvertretende Vorsitzende des russischen Nationalen Sicherheitsrates auf Twitter.

Wie Bundeskanzler Olaf Scholz sagte, müsste man das Genehmigungsverfahren für die deutsch-russische Gaspipeline neu bewerten – Russland habe schwere Verstöße gegen das Völkerrecht begangen. Am Montag hatte Russlands Präsident Wladimir Putin seine Zweifel am Existenzrecht der Ukraine geäußert und die Anerkennung der Separatistengebiete Luhansk und Donezk im Osten des Landes angekündigt. Washington hat bereits am Montag erste Strafmaßnahmen gegen die Separatistengebiete verhängt.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck betonte die Bedeutung, die Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern.

Energieexpertin Claudia Kemfert vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) sagte: "Die beste Antwort auf fossile Energiekriege ist die Energiewende mit einem Ausbau der erneuerbaren Energien und deutlichem Energiesparen" Das DIW sieht die Bundesrepublik jedoch nicht gut vorbereitet auf die sich abzeichnende Energiekrise. Man brauche eine Gasreserve, die uns im Ernstfall für 90 Tage mit Gas versorgen könne.

Anders als die Politik zeigen Analysten teils Verständnis für das Vorgehen Putins, der auf Sicherheitsgarantien. Man müsse bedenken, dass sich die NATO seit dem Ende der Sowjetunion immer weiter an die Grenzen Russlands vorgearbeitet hat. Auch die kontinuierliche Stimmungsmache gegen Russland, das ständig als Aggressor dargestellt wird, der jeden Moment Europa überrollen könnte, werde einem friedlichen Miteinander in Europa nicht dienlich sein.

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