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Droht ein dritter Weltkrieg mit Millionen Opfern?

Ukraine-Präsident warnt auf Münchner Sicherheitskonferenz

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Droht ein dritter Weltkrieg mit Millionen Opfern?

Die Redner der Münchner Sicherheitskonferenz, die am gestrigen Freitag begonnen hat, haben die Ukraine-Krise in den Fokus gesetzt. Grenzen dürften nicht mit Gewalt verschoben werden, sagt die US-Vizepräsidentin. Chinas Außenminister sieht die Ukraine als eine "Brücke zwischen Ost und West". Ukraine-Präsident Woldymyr Selenskyj fand die drastischsten Worte: "Es ist zu spät, um über eine Reparatur zu sprechen. Es ist höchste Zeit für eine neue Sicherheitsarchitektur – bevor wir mit Millionen Opfern bezahlen müssen, und ohne dass ein dritter Weltkrieg eintritt."

Auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock mahnte. "Dies ist einer der gefährlichsten Momente, in denen wir durch Provokation und Desinformation eine Eskalation erleben", sagte sie. "Mitten in unserem Europa droht ein neuer Krieg auszubrechen."

Russland ist seit mehr als drei Jahrzehnten nicht auf der Sicherheitskonferenz zu Gast. Eine Reaktion aus dem Kreml auf die Reden während der Konferenz lässt auf sich warten, erste kritische Stimmungen wurden jedoch bereits auf RT Deutsch veröffentlicht. Ein heute erschienener Artikel ist überschrieben mit "Selenskij malt sich in München eine Welt zusammen". Das russische Medium nahm in einem Kommentar auch Stellung zu dem Beschuss eines Kindergartens in der Ukraine, auf den vielfach in München Bezug genommen wurde; "Ein Schelm, wer Übles dabei denkt", heißt es darin.

Bundeskanzler Olaf Scholz beschrieb die Lage als dramatisch: "In Europa droht wieder ein Krieg. Und das Risiko ist alles andere als gebannt", sagte er in seiner Rede. Andere Herausforderungen wie die Pandemie oder den Klimawandel fielen momentan dahinter zurück. Er warnte Moskau noch einmal vor den Folgen eines Angriffs auf die Ukraine. "Jede weitere Verletzung der territorialen Integrität der Ukraine wird hohe Kosten haben für Russland."

UkraineVolodymyr SelenskyjOlaf Scholz

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