TUI setzt im Winter 2026/27 auf Fernreisen und neue Trends
Hohe Nachfrage nach Fernreisen, neue TUI-Blue-Ziele und ein wachsendes Angebot für Alleinreisende prägen die Wintersaison.

Die Nachfrage nach Fernreisen für die Wintersaison 2026/27 ist bei TUI hoch. Das teilte das Unternehmen am Dienstag mit und stellte die neuen Programme in Berlin vor. Besonders gefragt sind demnach Fernreisen, Rundreisen, Familienurlaube sowie Reisen zu Weihnachten und Silvester.
Traditionell bleiben die Kanaren der Spitzenreiter bei den Winterzielen. In Asien hat sich Thailand zum Zugpferd entwickelt und ist laut TUI inzwischen das meistgebuchte Fernreiseziel überhaupt. Auf den weiteren Plätzen folgen die Dominikanische Republik, Mexiko und Mauritius. Zusätzliche Flugkapazitäten stützen diese Entwicklung.
Thailand als Zugpferd, Kapverden als Aufsteiger
"Thailand gehört inzwischen zu unseren beliebtesten Winterzielen überhaupt", wird Steffen Boehnke, Produktchef bei TUI, in der Mitteilung zitiert. Auch die Karibik legt zu, wobei Curaçao an Bedeutung gewinnt. Dort ist ein neues TUI-Blue-Hotel geplant. Die Kapverden entwickeln sich ebenfalls zu einer festen Größe im Wintergeschäft. Besonders die Insel Boa Vista verzeichnet ein zweistelliges Buchungsplus.
"Die Kapverden entwickeln sich zunehmend zu einer festen Größe im Wintergeschäft", sagt Benjamin Jacobi, Deutschland-Chef von TUI. Für deutsche Urlauber, die Sonne und verlässliche Temperaturen im Winter suchen, rückt das Ziel damit stärker in den Fokus.
Auch die Wintersportnachfrage liegt über dem Vorjahresniveau. Bei den Schnee- und Naturerlebnissen steht Österreich an erster Stelle, gefolgt von Südtirol. Finnisch-Lappland wird für Schnee- und Naturerlebnisse ebenfalls stärker nachgefragt.
TUI Blue wächst in europäische Städte
Die Hotelmarke TUI Blue war bislang auf Strand- und Resortziele fokussiert. Nun expandiert sie erstmals in europäische Städte. Als neue Städte-Ziele nennt das Unternehmen Sevilla und Lissabon. Damit erweitert TUI sein Angebot über die klassische Strandreise hinaus.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Produktlinie Dine & Discover, die kulinarische Erlebnisse in den Vordergrund stellt. Zudem wird das Angebot für Alleinreisende ausgebaut. Aktuell reist bereits jeder neunte Gast ohne Begleitung – ein Segment, das TUI gezielt ansprechen will.
Worauf Anleger und Reisende achten sollten
Für Privatanleger, die die TUI-Aktie verfolgen, sind solche Programmvorgaben ein Indikator für die Auslastung der kommenden Monate. Eine hohe Frühbucher-Nachfrage nach Fernreisen kann die Planungssicherheit erhöhen und die Kapazitäten besser auslasten. Allerdings betont der Konzern selbst, dass das Buchungsverhalten kurzfristiger und stärker auf Sicht ausfällt.
"Viele Reisende buchen zwar kurzfristiger und stärker auf Sicht, zugleich sichern sich Frühbucher weiter attraktive Angebote und eine große Auswahl", so Jacobi. Für Kunden bedeutet das: Wer früh bucht, hat bei beliebten Zielen wie Thailand oder den Kapverden bessere Chancen auf Wunschtermin und Zimmerkategorie.
TUI hatte mit der Programmvorstellung in Berlin mehrere Trends gebündelt: Fernreisen boomen, Städtereisen im Premiumsegment kommen hinzu, und die Nachfrage nach begleiteten ebenso wie nach individuellen Reisen wächst. Wie sich diese Signale in konkreten Buchungszahlen niederschlagen, wird sich im weiteren Verlauf der Saison zeigen. Ein separater Artikel befasst sich mit Flamingos und dem Trump-Clan.
