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Türkische Zentralbank hält an Hochzinspolitik fest

Trotz sinkender Inflation bleibt der Leitzins bei 50 Prozent

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Türkische Zentralbank hält an Hochzinspolitik fest

Die türkische Zentralbank hat beschlossen, den Leitzins weiterhin bei 50 Prozent zu belassen. Damit setzt sie ihre Hochzinspolitik den achten Monat in Folge fort. Diese Entscheidung folgt auf eine im Juni 2023 begonnene Phase aggressiver geldpolitischer Straffung, bei der der Zins von ursprünglich 8,5 Prozent auf das aktuelle Niveau angehoben wurde. Laut der Zentralbank steht diese Maßnahme im Zeichen der Bekämpfung von Inflationsrisiken und soll beibehalten werden, bis ein nachhaltiger Rückgang der Teuerungsrate erkennbar ist.

Die Verbraucherpreise stiegen im Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat um 48,6 Prozent, was einen deutlichen Rückgang im Vergleich zur Teuerungsrate von 75 Prozent im Mai darstellt. Experten gehen davon aus, dass die derzeitige Stabilisierung der Inflation Spielraum für eine baldige Zinssenkung bietet. Ökonomen prognostizieren, dass der Leitzins bereits im Dezember oder spätestens im Januar auf 47,5 Prozent gesenkt werden könnte.

Die Zentralbank hat für das laufende Jahr eine durchschnittliche Inflationsrate von 44 Prozent vorausgesagt. Für 2025 erwartet sie eine weitere Halbierung auf 21 Prozent. Ihr mittelfristiges Ziel liegt bei einer Inflationsrate von fünf Prozent. Die derzeitige Zinspolitik zielt darauf ab, die Nachfrage zu dämpfen, was zur Eindämmung des Preisauftriebs beiträgt. Gleichzeitig unterstützt der hohe Zins die Landeswährung Lira, was potenziell zu günstigeren Importkosten führt.

Die Hochzinspolitik der Türkei ist eine Reaktion auf die anhaltend hohe Inflation, die in den letzten Jahren zu wirtschaftlichen Herausforderungen führte. Trotz des Rückgangs der Teuerungsrate bleibt die Inflationsbekämpfung eine Priorität der Zentralbank, um langfristige Stabilität zu gewährleisten.

TürkeiGeldpolitikZinsenKonjunkturFinanzenInflation

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