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Erzeugerpreise sinken weiter, Energie wird günstiger

Lebensmittelteuerung bleibt hoch – Butterpreis steigt um über 50 Prozent

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Erzeugerpreise sinken weiter, Energie wird günstiger

Die Erzeugerpreise in Deutschland sind im Oktober zum 16. Mal in Folge gesunken, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahresmonat lagen die Preise durchschnittlich um 1,1 Prozent niedriger. Der Rückgang fiel damit etwas geringer aus als im September, als ein Minus von 1,4 Prozent verzeichnet wurde. Im Monatsvergleich stiegen die Preise jedoch leicht um 0,2 Prozent an. Ökonomen hatten diese Entwicklung erwartet.

Die Erzeugerpreise gelten als wichtiger Frühindikator für die Inflationsentwicklung, da sie die Kosten von Produkten auf Herstellerebene abbilden, bevor diese in den Handel gelangen. Während die Erzeugerpreise im Oktober fielen, stieg die deutsche Inflationsrate im selben Zeitraum auf 2,0 Prozent, nachdem sie im September noch bei 1,6 Prozent gelegen hatte – dem niedrigsten Wert seit rund dreieinhalb Jahren.

Ein entscheidender Faktor für den anhaltenden Rückgang der Erzeugerpreise war erneut die Entwicklung der Energiekosten. Diese lagen durchschnittlich 5,6 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresmonats. Besonders stark verbilligten sich Mineralölerzeugnisse, darunter Kraftstoffe mit einem Minus von 12,1 Prozent und leichtes Heizöl mit einem Rückgang von 22,7 Prozent. Auch Gas und Strom wurden günstiger, mit Preissenkungen von 10,1 Prozent beziehungsweise 7,3 Prozent. Ohne Berücksichtigung der Energiepreise wären die Erzeugerpreise insgesamt jedoch um 1,3 Prozent gestiegen.

Im Gegensatz zur Entwicklung bei Energie verteuerten sich Nahrungsmittel im Oktober um durchschnittlich 2,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders auffällig war die Preissteigerung bei Butter, die fast 53 Prozent teurer war als im Oktober 2023. Süßwaren verteuerten sich um 20,1 Prozent, und für Kaffee mussten 7,1 Prozent mehr bezahlt werden. Gleichzeitig gab es auch Preisrückgänge in diesem Bereich, insbesondere bei Getreidemehl, dessen Preise um 10,7 Prozent sanken, sowie bei Schweinefleisch, das 5,4 Prozent günstiger war als im Vorjahr.

Die Zahlen verdeutlichen die gemischte Preisentwicklung auf Erzeugerebene: Während Energie weiterhin für einen deutlichen Rückgang sorgt, verzeichnen einige Lebensmittelprodukte deutliche Verteuerungen. Dies unterstreicht die unterschiedlichen Faktoren, die die Inflationsentwicklung beeinflussen.

DeutschlandInflationEnergiepreiseLebensmittelpreise

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