TSMC legt Quartalszahlen vor: Analysten sehen weiteres Wachstumspotenzial
Der taiwanische Chip-Auftragsfertiger meldet Rekordumsatz für das dritte Quartal und präsentiert am Donnerstag die detaillierten Ergebnisse.

Taiwan Semiconductor Manufacturing Co. (TSMC) legt an diesem Donnerstag kurz vor 2 Uhr morgens Eastern Time seine Quartalszahlen für das dritte Quartal vor. Der weltweit größte Auftragsfertiger für Halbleiter hat bereits einen rekordverdächtigen Umsatz für diesen Zeitraum gemeldet. Analysten gehen jedoch davon aus, dass das Wachstumspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist.
Bereits vor der offiziellen Vorlage der detaillierten Ergebnisse stehen die zentralen Umsatzzahlen fest. Im September erzielte TSMC einen Nettoumsatz von 511,86 Milliarden neuen taiwanesischen Dollar, umgerechnet 15,94 Milliarden US-Dollar. Damit kletterte der Umsatz im dritten Quartal auf einen neuen Höchststand von 1,49 Billionen neuen taiwanesischen Dollar (46,54 Milliarden US-Dollar).
Das entspricht einem Anstieg von rund 17 Prozent gegenüber dem Vorquartal – jener Periode, in der zuvor ein Umsatzrekord aufgestellt wurde – und einem Plus von 51 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für deutsche Anleger ist TSMC vor allem als Zulieferer der großen KI- und Chipkonzerne von Bedeutung, denn der Konzern fertigt die fortschrittlichsten Halbleiter der Welt im Auftrag anderer Unternehmen.
Die Details
Die Veröffentlichung der Quartalszahlen erfolgt am Donnerstag kurz vor 2 Uhr morgens Eastern Time. TSMC hatte den rekordverdächtigen Umsatz für das dritte Quartal bereits vorab gemeldet, sodass die detaillierten Ergebnisse nun Aufschluss über die Profitabilität geben sollen. Analysten rechnen damit, dass das Wachstumspotenzial des Konzerns noch nicht ausgeschöpft ist.
Die wichtigsten Zahlen im Überblick:
- September-Nettoumsatz: 511,86 Milliarden neue taiwanesische Dollar (15,94 Milliarden US-Dollar)
- Umsatz im dritten Quartal: 1,49 Billionen neue taiwanesische Dollar (46,54 Milliarden US-Dollar)
- Veränderung gegenüber dem Vorquartal: rund plus 17 Prozent
- Veränderung gegenüber dem Vorjahreszeitraum: plus 51 Prozent
Der September-Umsatz von 511,86 Milliarden neuen taiwanesischen Dollar ist der Ausgangspunkt für die Quartalsbilanz. Aus ihm und den beiden Vormonaten ergibt sich der Quartalsumsatz von 1,49 Billionen neuen taiwanesischen Dollar. Der Vergleich mit dem Vorquartal fällt mit rund 17 Prozent deutlich positiv aus, obwohl dieses Vorquartal selbst bereits einen Rekord markiert hatte. Besonders auffällig ist der Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum, in dem das Wachstum noch deutlich langsamer ausfiel.
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 08.10.2026 berichtete aktien.news, dass TSMC im dritten Quartal die Markterwartungen übertroffen habe. Die stark steigende Nachfrage nach KI-Chips trieb das Wachstum des weltweit größten Auftragsfertigers weiter an. Der Umsatz belief sich auf rund NT$1.49 trillion (46,7 Milliarden US-Dollar), was einem Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Damit übertraf TSMC die von Bloomberg befragten Analysten, die im Schnitt mit NT$1.46 trillion gerechnet hatten.
Ebenfalls am 08.10.2026 meldete aktien.news, dass TSMC seinen Umsatz im dritten Quartal um rund die Hälfte gesteigert und damit ein neues Rekordhoch erreicht habe. Der Umsatz kletterte auf umgerechnet 41,66 Milliarden Euro. Die eigene Prognose hatte zuvor ein Plus von rund 40 Prozent auf 38,9 bis 40 Milliarden Euro vorgesehen – TSMC übertraf diese Erwartung also spürbar. Schon damals zeichnete sich ab, dass die anhaltend hohe Nachfrage nach hochmodernen Computerchips den Konzern an seine Kapazitätsgrenze treibt.
Ein weiterer Bericht vom 08.10.2026 bezifferte den September-Nettoumsatz auf 511,86 Milliarden Neutaiwan-Dollar (16,03 Milliarden US-Dollar), ein Anstieg von 54,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Im Vergleich zum Vormonat August bedeutete dies einen leichten Rückgang von 0,6 Prozent. Zu den Kunden von TSMC zählen unter anderem der Grafikchip-Spezialist Nvidia.
Am 09.10.2026 berichtete aktien.news, dass TSMC ein Rekord-Drittelquartal und die stärksten September-Umsätze seit Bestehen gemeldet habe. Dennoch fielen die in den USA notierten Aktien von $487.47 am 5. Oktober auf $472.20 am Mittwochabend. Der Umsatz im dritten Quartal erreichte $46,71 Milliarden, ein Anstieg von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und lag damit über der eigenen Prognose von $44,6 bis $45,8 Milliarden.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist TSMC ein zentraler Baustein der globalen Chip- und KI-Lieferkette. Die vorgelegten Umsatzzahlen zeigen, dass die Nachfrage nach fortschrittlichen Halbleitern weiterhin hoch ist. Allerdings macht der Blick auf die Kursentwicklung deutlich, dass gute Fundamentaldaten nicht automatisch steigende Kurse bedeuten: Wie aktien.news am 09.10.2026 berichtete, fielen die in den USA notierten Aktien trotz Rekordzahlen von $487.47 am 5. Oktober auf $472.20 am Mittwochabend.
Anleger fragen sich daher, ob sich die KI-Rallye zu weit vor die Gewinnzahlen vorgewagt hat. Ein Teil der Antwort liegt laut dem damaligen Bericht in der Bewertung. Für Anleger, die über den Umsatz hinaus auf die Margen und den Gewinn schauen, sind die am Donnerstag erwarteten Details entscheidend, denn der Umsatz allein sagt noch nichts über die Profitabilität aus. TSMC profitiert nach Einschätzung der Analysten weiterhin von der starken Nachfrage nach fortschrittlichen Chips, die in KI-Beschleunigern und Rechenzentren eingesetzt werden. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.
Ausblick
Der unmittelbar nächste Termin ist die Veröffentlichung der detaillierten Quartalszahlen am Donnerstag kurz vor 2 Uhr morgens Eastern Time. Bereits am 08.10.2026 hatte aktien.news berichtet, dass das Unternehmen die detaillierten Quartalsergebnisse in der kommenden Woche vorlegen will. Analysten gehen davon aus, dass das Wachstumspotenzial noch nicht ausgeschöpft ist. Ein Ende der starken Nachfrage nach hochmodernen Computerchips zeichnete sich laut dem damaligen Bericht derzeit nicht ab.
Kurz erklärt
- Auftragsfertiger: Ein Unternehmen, das Halbleiter im Auftrag anderer Firmen produziert, ohne eigene Markenprodukte zu verkaufen.
- Nettoumsatz: Der Umsatz eines Unternehmens nach Abzug von Erlösschmälerungen wie Rabatten und Rücksendungen.
- KI-Beschleuniger: Spezialisierte Chips, die Rechenaufgaben für künstliche Intelligenz besonders schnell ausführen.
