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Trumps Zollpolitik und die Angst vor der Rezession

Wirtschaftsexperten warnen vor Inflation, Handelskonflikten und wachsender Unsicherheit

2 Min
Trumps Zollpolitik und die Angst vor der Rezession

US-Präsident Donald Trump hat in einem Interview mit dem TV-Sender Fox News nicht ausgeschlossen, dass seine aggressive Zollpolitik die Vereinigten Staaten in eine Rezession führen könnte. Auf die Frage, ob er mit einem wirtschaftlichen Abschwung rechne, antwortete Trump ausweichend und erklärte, dass seine Maßnahmen Zeit bräuchten, um ihre volle Wirkung zu entfalten. Zugleich betonte er, dass sein Ziel sei, den Wohlstand nach Amerika zurückzubringen. Anders als der Präsident selbst wies Handelsminister Howard Lutnick die Möglichkeit einer Rezession entschieden zurück. Gegenüber dem Sender NBC erklärte er, dass die US-Bürger sich nicht auf einen wirtschaftlichen Abschwung einstellen müssten.

Die Handelspolitik der Trump-Regierung sorgt weiterhin für Unsicherheit auf den Märkten. Erst kürzlich hatte Trump die zuvor verhängten Strafzölle gegen Mexiko und Kanada teilweise ausgesetzt. Der ständige Kurswechsel führt zu Verunsicherung unter US-Verbrauchern, da die direkten Auswirkungen der Zölle insbesondere steigende Preise in den Vereinigten Staaten betreffen dürften. Darüber hinaus trägt der von Trump und seinem Berater Elon Musk forcierte Personalabbau in staatlichen Behörden zu weiteren wirtschaftlichen Bedenken bei.

Wirtschaftsexperten bewerten das Risiko einer Rezession höher als noch vor einigen Monaten. Analysten der Investmentbank Goldman Sachs haben die Wahrscheinlichkeit eines wirtschaftlichen Abschwungs innerhalb der kommenden zwölf Monate von 15 auf 20 Prozent erhöht. Auch der Risikokapitalgeber Morgan Stanley geht davon aus, dass das Wirtschaftswachstum schwächer ausfallen wird als zuvor erwartet. Die wirtschaftlichen Folgen der Zollpolitik könnten sich in einer Kombination aus hoher Inflation und verlangsamtem Wachstum äußern.

Die Handelskonflikte der USA haben darüber hinaus zu Reaktionen aus dem Ausland geführt. China, als zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt, hat mit eigenen Zöllen auf landwirtschaftliche US-Produkte reagiert. Diese traten heute in Kraft und betreffen unter anderem Hühnerfleisch, Mais und Getreide mit einer Abgabe von 15 Prozent. Ein Sprecher der chinesischen Regierung erklärte, dass die von den USA verhängten Zölle die Stabilität globaler Lieferketten gefährdeten. Die Auswirkungen der handelspolitischen Maßnahmen auf die weltweite Wirtschaftsentwicklung bleiben weiterhin ungewiss.

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