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Trump warnt: Höhere Benzinpreise wegen Iran-Krieg für längere Zeit

US-Präsident Trump räumt ein, dass Amerikaner infolge des Iran-Krieges vorübergehend mit deutlich höheren Spritpreisen rechnen müssen.

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Trump warnt: Höhere Benzinpreise wegen Iran-Krieg für längere Zeit

US-Präsident Donald Trump hat am Donnerstag eingeräumt, dass die Amerikaner „für eine Weile" mit höheren Benzinpreisen rechnen müssen. Als Ursache nannte er den laufenden Krieg gegen den Iran. Einen konkreten Zeitrahmen nannte Trump dabei nicht – betonte jedoch, er habe es nicht eilig, ein Friedensabkommen mit Teheran zu schließen.

Gleichzeitig zeigte sich Trump überrascht davon, wie moderat die Auswirkungen des Konflikts auf Aktienmärkte und Ölpreise bislang ausgefallen seien. Er behauptete, der Krieg habe geringere Folgen gehabt, als er ursprünglich erwartet hatte. Dennoch spiegeln die aktuellen Rohstoffpreise eine erhebliche Marktanspannung wider.

Ölpreise auf Höchststand seit Kriegsbeginn

Die Rohölpreise haben seit Beginn des Konflikts massiv zugelegt. Brent-Rohöl-Futures stiegen am Donnerstag um rund 3 Prozent und schlossen bei 105,07 US-Dollar pro Barrel. Die US-amerikanische Sorte West Texas Intermediate (WTI) legte ebenfalls um etwa 3 Prozent zu und endete bei 95,85 US-Dollar. Zum Vergleich: Am Tag vor Kriegsbeginn notierte Brent noch bei rund 72 US-Dollar pro Barrel – seitdem ist der Preis auf fast 120 US-Dollar gestiegen.

Auch an den Tankstellen ist die Belastung für Verbraucher deutlich spürbar. Laut dem US-Automobilclub AAA sind die Benzinpreise seit Kriegsbeginn um mehr als 30 Prozent gestiegen und liegen nun bei über 4 US-Dollar pro Gallone. Für deutsche Leser zum Vergleich: Eine US-Gallone entspricht etwa 3,79 Litern.

Breite Mehrheit der Amerikaner schränkt Ausgaben ein

Die wirtschaftlichen Folgen treffen die US-Bevölkerung unmittelbar. Laut der jüngsten CNBC All-America Economic Survey, die am Donnerstagmorgen veröffentlicht wurde, haben fast 80 Prozent der Befragten ihre Konsumgewohnheiten als Reaktion auf die hohen Kraftstoffpreise geändert. Die landesweite Umfrage unter 1.000 Personen wurde vom 15. bis 19. April durchgeführt und weist eine Fehlermarge von 3,1 Prozent auf. Eine Mehrheit der Befragten rechnet zudem damit, dass die erhöhten Preise mindestens sechs Monate lang anhalten werden.

Trump versuchte die Lage dennoch positiv zu rahmen. Er versicherte, dass die vorübergehend höheren Preise letztlich durch ein Abkommen belohnt würden, das den Iran am Erwerb einer Atomwaffe hindere. Mit einer solchen Waffe würde das Land versuchen, „eine unserer Städte oder den gesamten Nahen Osten in die Luft zu jagen", so Trump.

Straße von Hormus unter US-Kontrolle

Ein zentrales strategisches Element des Konflikts ist die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für den globalen Ölhandel. Trump erklärte, die USA hätten die „totale Kontrolle" über die Meerenge. Diese war während des Krieges zunächst durch iranische Angriffe blockiert worden, bevor die USA eine Seeblockade iranischer Häfen als Vergeltungsmaßnahme verhängten.

Trump behauptete zudem, einen Vorschlag Teherans zur Wiederöffnung der Meerenge abgelehnt zu haben. Die Blockade erhöhe den finanziellen Druck auf den Iran und zwinge das Land so an den Verhandlungstisch. Seit dem ersten US-amerikanischen und israelischen Angriff auf den Iran am 28. Februar hatte die Trump-Regierung ursprünglich eine Kriegsdauer von vier bis sechs Wochen prognostiziert. Da sich der Konflikt nun dem Ende des zweiten Monats nähert, hat Trump diesen Zeitplan angepasst. Trump hatte sich zudem wiederholt damit gebrüstet, dass das iranische Militär, einschließlich der Marine, zerstört worden sei.

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