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Trump verzichtet vorerst auf Zölle für kritische Rohstoffe

US-Präsident Donald Trump hat sich gegen die sofortige Einführung von Zöllen auf Seltene Erden und Lithium entschieden. Stattdessen sollen internationale Lieferverträge ausgehandelt werden, um die nationale Sicherheit zu gewährleisten.

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Trump verzichtet vorerst auf Zölle für kritische Rohstoffe

US-Präsident Donald Trump hat am Mittwoch eine wichtige handelspolitische Entscheidung getroffen: Vorerst werden keine Zölle auf kritische Mineralien wie Seltene Erden, Lithium und andere strategisch wichtige Rohstoffe erhoben. Stattdessen beauftragte er seine Regierung, Liefervereinbarungen mit internationalen Handelspartnern auszuhandeln.

Verhandlungen statt Zölle

Trump wies US-Handelsbeauftragten Jamieson Greer und Handelsminister Howard Lutnick an, "Verhandlungen mit Handelspartnern aufzunehmen", um die Mineralienimporte so zu gestalten, dass sie die nationale Sicherheit nicht gefährden. Die Gespräche sollen auch die Einführung von Preisuntergrenzen für kritische Rohstoffe fördern - eine Forderung, die westliche Bergbauunternehmen seit langem erheben.

Abhängigkeit von China als Risikofaktor

Die Entscheidung basiert auf einem Bericht von Handelsminister Lutnick, der im Oktober vorgelegt wurde. Dieser stellte fest, dass die USA "zu stark von ausländischen Quellen abhängig" sind und keine sichere Lieferkette für kritische Mineralien besitzen. China dominiert als weltweit führender Produzent mehr als die Hälfte der 54 vom U.S. Geological Survey als kritisch eingestuften Mineralien und hat im vergangenen Jahr bereits Exportbeschränkungen verhängt.

Drohung mit Mindestpreisen

Sollten die Verhandlungen scheitern, behält sich Trump vor, Mindestimportpreise festzulegen oder "andere Maßnahmen" zu ergreifen. Der Präsident betonte, dass der heimische Abbau allein nicht ausreiche: "Der Abbau eines Minerals im Inland schützt die nationale Sicherheit nicht, wenn die USA für die Verarbeitung weiterhin von einem fremden Land abhängig sind."

Bedeutung für deutsche Anleger

Die Entscheidung verschiebt zunächst mögliche Verwerfungen am Rohstoffmarkt, während der Oberste Gerichtshof über die Rechtmäßigkeit von Trumps Zollpolitik berät. Für Investoren in Bergbauaktien und Technologiewerte, die auf kritische Rohstoffe angewiesen sind, bedeutet dies kurzfristig mehr Planungssicherheit. Die G7-Finanzminister, darunter auch Deutschland, hatten erst Anfang dieser Woche in Washington über ähnliche Maßnahmen beraten.

Kritik aus der Bergbauindustrie

Die heimische US-Bergbauindustrie könnte durch die Entscheidung enttäuscht sein, da sie auf protektionistische Maßnahmen gehofft hatte. Trump räumt damit faktisch ein, dass die USA noch weit von einer Rohstoff-Autarkie entfernt sind - ein strategisches Problem, das auch für europäische Volkswirtschaften relevant ist.

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