China zögert bei Türkei-Investitionen: Fidan will Beziehungen vertiefen
Trotz chinesischer Zurückhaltung bei bestimmten Investitionsprojekten strebt die Türkei eine Vertiefung der Wirtschaftsbeziehungen zu Peking an. Außenminister Hakan Fidan äußerte sich am Donnerstag in Istanbul zu den bilateralen Beziehungen.

Der türkische Außenminister Hakan Fidan hat am Donnerstag in Istanbul eingeräumt, dass China bei bestimmten Investitionen in der Türkei weiterhin zögerlich agiert. Trotz dieser Zurückhaltung betonte der Minister auf einer Pressekonferenz, dass Ankara die Beziehungen zu Peking "in jeder Hinsicht" ausbauen wolle.
Keine Details zu betroffenen Investitionsbereichen
Fidan ließ offen, welche konkreten Investitionsprojekte von der chinesischen Zurückhaltung betroffen sind. Auch zu den möglichen Gründen für die vorsichtige Haltung Pekings machte der Außenminister keine näheren Angaben. Die fehlende Konkretisierung lässt Raum für Spekulationen über die betroffenen Sektoren.
Türkei setzt auf strategische Partnerschaft mit China
Die Türkei hat in den vergangenen Jahren ihre wirtschaftlichen Beziehungen zu China deutlich ausgebaut. Chinesische Investitionen konzentrieren sich traditionell auf Infrastrukturprojekte, Energie und Telekommunikation. Das Land am Bosporus spielt zudem eine wichtige Rolle in Chinas Seidenstraßen-Initiative.
Geopolitische Spannungen als möglicher Faktor
Experten vermuten, dass die chinesische Zurückhaltung mit geopolitischen Überlegungen zusammenhängen könnte. Die Türkei als NATO-Mitglied bewegt sich in einem komplexen Spannungsfeld zwischen westlichen Partnern und östlichen Wirtschaftsmächten. Auch US-Sanktionsrisiken könnten chinesische Investoren vorsichtig stimmen.
Die türkische Wirtschaft ist derzeit auf ausländische Direktinvestitionen angewiesen, um ihr Leistungsbilanzdefizit zu finanzieren. Chinesisches Kapital würde dabei eine wichtige Rolle spielen können.
