ANZEIGE

Trump macht Ukraine und Demokraten für hohe US-Benzinpreise verantwortlich

Unter Druck durch den Iran-Krieg schiebt der US-Präsident die Schuld für steigende Spritpreise auf Kiew und die Demokraten.

•• 2 Min
Trump macht Ukraine und Demokraten für hohe US-Benzinpreise verantwortlich

US-Präsident Donald Trump hat am Montag unter dem Druck stark gestiegener Energiepreise versucht, die Verantwortung für die hohen Benzinpreise in den Vereinigten Staaten von sich zu weisen. In einem Beitrag auf der Plattform Truth Social machte er die Demokraten und die ukrainischen Angriffe auf russische Raffinerien für die Entwicklung verantwortlich. Die Energiepreise waren zuvor deutlich gestiegen, nachdem der Iran den Zugang zur Straße von Hormus gesperrt hatte.

„Was die Benzinpreise in die Höhe treibt, ist nicht mehr die Straße von Hormus, weil derzeit fast täglich Rekordmengen an Barrel gefördert werden, sondern das Wort ‚Raffinerien', wo russische von der Ukraine zerstört werden und wo unsere in Blauen Staaten wie Kalifornien von den Dumokraten geschlossen werden", schrieb Trump in dem Beitrag. Mit „Blauen Staaten" sind jene Bundesstaaten gemeint, in denen traditionell die Demokraten die Mehrheit stellen – Kalifornien gilt als das prominenteste Beispiel.

Die Straße von Hormus ist eine Wasserstraße, die normalerweise ein Fünftel der weltweiten Ölversorgung transportiert. Nach der Sperrung durch den Iran waren die Energiepreise stark angestiegen. Trump argumentiert nun, dass die Förderung von Rohöl derzeit Rekordniveaus erreiche und deshalb nicht die Verknappung auf dem Seeweg, sondern fehlende Raffineriekapazitäten den Preisanstieg erklärten.

Ukrainische Angriffe belasten den Dieselmarkt

Ein zweiter Preistreiber sind die Angriffe der Ukraine auf die russische Energieinfrastruktur. Auch sie haben die Preise getrieben, insbesondere beim Dieselkraftstoff. Damit geraten gleich zwei Konflikte – der Krieg im Iran und der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine – zu direkten Faktoren an den internationalen Energiemärkten.

Für deutsche Anleger ist die Entwicklung insofern von Bedeutung, als die USA als größter Ölverbraucher der Welt den globalen Preis für Rohöl und Raffinerieprodukte maßgeblich mitbestimmen. Steigen die amerikanischen Benzin- und Dieselpreise, wirkt das über kurz oder lang auch auf die europäischen Kraftstoffpreise und damit auf die Inflationsraten diesseits des Atlantiks.

Bemerkenswert ist die politische Stoßrichtung des Präsidenten. Statt die geopolitische Blockade der Straße von Hormus in den Mittelpunkt zu stellen, verlagert Trump die Debatte auf die Raffineriekapazitäten im eigenen Land und auf die Rolle der Ukraine. Damit macht er zwei Adressaten aus: die politische Opposition in Washington und den Verbündeten Kiew, dessen Angriffe auf russische Raffinerien er als Preistreiber benennt.

Die hohen Spritpreise gelten in den USA als besonders sensibles Thema, weil sie unmittelbar auf die Haushalte der Verbraucher durchschlagen und in der öffentlichen Wahrnehmung eng mit der Bewertung der Regierung verknüpft sind. Der Zeitpunkt des Beitrags – mitten in einer angespannten Lage an den Energiemärkten – unterstreicht den politischen Druck, unter dem das Weiße Haus steht.

Ob sich die Preise an den Zapfsäulen kurzfristig wieder entspannen, hängt nach der Logik des Präsidenten vor allem von zwei Faktoren ab: der Verfügbarkeit von Raffineriekapazität und der Entwicklung der Angriffe auf russische Energieanlagen. Beide Punkte liegen außerhalb der direkten Kontrolle Washingtons – ein Umstand, der die politische Debatte in den kommenden Wochen weiter anheizen dürfte.

Benzinpreise UsaDonald TrumpIran-KriegStraße Von HormusUkraine RaffinerienDieselpreiseTruth SocialEnergiepreise

Meistgelesene News

  1. Ukraine-Roboterangriff im Donbas deckt Schwachstelle in Putins Kriegsmaschinerie auf
  2. XRP-Preisprognose: Was Anleger in den nächsten drei Jahren erwarten
  3. SpaceX-Aktie: Könnte eine Investition von 5.000 Dollar Millionär machen?
  4. BASF im Umbruch: Evonik-Übernahme und EU-Batterie-Regeln
  5. Iran erhält offizielle US-Antwort auf Friedensvorschlag

Disclaimer