Trump-Entscheidung über neuen Fed-Chef steht bevor
US-Präsident Donald Trump könnte bereits in der kommenden Woche die Nachfolge von Jerome Powell als Fed-Vorsitzenden verkünden. Finanzminister Scott Bessent bestätigte, dass vier Kandidaten in der engeren Auswahl stehen.

Die Entscheidung über die künftige Führung der US-Notenbank Federal Reserve könnte unmittelbar bevorstehen. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Dienstag gegenüber CNBC, dass Präsident Donald Trump möglicherweise schon nächste Woche die Nachfolge des amtierenden Fed-Vorsitzenden Jerome Powell bekanntgeben wird. Powells Amtszeit endet im Mai 2025.
Vier Kandidaten in der Endauswahl
"Wir haben einen Prozess durchgeführt, der im September begann. Elf sehr starke Kandidaten. Wir haben uns nun auf vier Kandidaten reduziert. Der Präsident hat sich persönlich mit allen getroffen", so Bessent. Bei den vier verbliebenen Kandidaten handelt es sich um Trumps Wirtschaftsberater Kevin Hassett, Fed-Gouverneur Christopher Waller, den früheren Fed-Gouverneur Kevin Warsh sowie Rick Rieder, Chef-Anleihe-Investmentmanager bei BlackRock.
Spannungen zwischen Trump und Powell
Die bevorstehende Personalentscheidung erfolgt vor dem Hintergrund wiederholter öffentlicher Kritik Trumps an Jerome Powell. Der Präsident hatte dem Fed-Vorsitzenden vorgeworfen, die Zinssätze nicht schnell genug gesenkt zu haben. Powell, der ironischerweise 2017 von Trump selbst nominiert wurde, hat sich bislang nicht dazu geäußert, ob er nach Ablauf seiner Amtszeit als Vorsitzender im Mai bei der Fed bleiben wird.
Bedeutung für die Finanzmärkte
Die Personalie ist von erheblicher Bedeutung für die globalen Finanzmärkte. Der Fed-Vorsitzende hat maßgeblichen Einfluss auf die Geldpolitik der weltgrößten Volkswirtschaft und damit auch auf internationale Zinsentwicklungen und Währungskurse. Die Ankündigung der Entscheidung bereits für nächste Woche deutet darauf hin, dass Trump zügig Klarheit über die künftige Ausrichtung der US-Geldpolitik schaffen möchte.
Beobachter gehen davon aus, dass Trump einen Kandidaten bevorzugen könnte, der eine lockerere Geldpolitik mit niedrigeren Zinsen verfolgt. Dies würde seiner wiederholten Forderung nach Zinssenkungen entsprechen.
