Russische Zentralbank hält Inflation im Griff trotz MwSt-Erhöhung
Der Kreml zeigt sich zuversichtlich: Trotz der Mehrwertsteuererhöhung auf 22% hat die russische Zentralbank die Inflation unter Kontrolle. Der Leitzins bleibt bei 16%, während die Teuerung 2024 auf 5,59% sank.

Die russische Zentralbank hat die Inflationsentwicklung trotz steigender Mehrwertsteuer im Griff. Das betonte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag in Moskau. Die Notenbank überwache die Situation genau und ergreife alle notwendigen Maßnahmen zur Aufrechterhaltung der makroökonomischen Stabilität.
Mehrwertsteuer steigt auf 22 Prozent
Zu Jahresbeginn erhöhte Russland die Mehrwertsteuer um 2 Prozentpunkte auf 22%. Diese Maßnahme soll den Staatshaushalt stärken und erhöhte Militärausgaben sowie sinkende Öl- und Gaseinnahmen kompensieren. Ökonomen befürchten, dass die Steuererhöhung zusätzlichen Inflationsdruck erzeugen könnte.
Leitzins bleibt bei 16 Prozent
Die russische Zentralbank hält seit Jahren an einer restriktiven Geldpolitik fest. Der Leitzins liegt aktuell bei 16%, was Verbraucher belastet und zu Beschwerden aus der Wirtschaft führt. Ziel der Notenbank ist es, die Inflation wieder auf das Ziel von 4% zu drücken.
Inflation sinkt deutlich
Immerhin zeigen die Bemühungen Wirkung: Die Verbraucherpreise stiegen 2024 um 5,59%, nach 9,52% im Jahr 2023. Damit liegt die Teuerungsrate noch innerhalb der von der Zentralbank prognostizierten Spanne von 4-5%. Allerdings bleiben die Inflationserwartungen der Haushalte hoch.
Ökonomen erwarten Zinspause
Analysten beobachten, dass die Mehrwertsteuererhöhung in der ersten Monatshälfte ein schneller als erwartetes Preiswachstum ausgelöst hat. Einige Experten prognostizieren daher, dass die Zentralbank bei ihrer nächsten Sitzung am 13. Februar von einer weiteren Zinssenkung absehen könnte. Peskow versicherte jedoch, dass die Regierung die Situation genau beobachte und "Diskussionen bei Bedarf stattfinden" würden.
