BoE-Chef Bailey warnt vor geopolitischen Risiken für Finanzmärkte
Bank of England Gouverneur Andrew Bailey sieht in den wachsenden geopolitischen Spannungen und Handelskonflikten eine ernsthafte Bedrohung für die globale Finanzstabilität.

Der Gouverneur der Bank of England (BoE), Andrew Bailey, hat vor dem britischen Finanzausschuss eindringlich vor den Risiken geopolitischer Unsicherheiten für das Finanzsystem gewarnt. Die zunehmenden Handelsspannungen und geopolitischen Konflikte stellten eine zentrale Herausforderung für die Zentralbank dar, erklärte Bailey am Dienstag in London.
Handelskonflikte im Fokus der Notenbank
Bailey betonte, dass geopolitische Spannungen und insbesondere Handelsfragen maßgeblich zum Anstieg der Risiken für die Finanzstabilität im vergangenen Jahr beigetragen hätten. Die BoE beobachte diese Entwicklungen mit großer Aufmerksamkeit, da sie erhebliche Konsequenzen für die Wirtschaft haben könnten.
Auf die Frage nach den jüngsten Äußerungen von US-Präsident Donald Trump zu Grönland und den wachsenden Handelsspannungen reagierte der Notenbankchef vorsichtig. Er wolle zwar nicht behaupten, dass spezifische Ereignisse unmittelbar Turbulenzen auslösen könnten, doch das Ausmaß der geopolitischen Unsicherheit sei definitiv eine wichtige Überlegung für die Finanzstabilität.
Sorge um Unabhängigkeit der US-Notenbank
Besondere Besorgnis äußerte Bailey hinsichtlich der Unabhängigkeit der US-Notenbank Federal Reserve. Fed-Chef Jay Powell war Anfang Januar Gegenstand einer Vorladung des US-Justizministeriums im Zusammenhang mit einem Renovierungsprojekt geworden. Bailey warnte, dass jede Bedrohung der Fed-Unabhängigkeit erhebliche Spillover-Effekte für Großbritannien und die globalen Finanzmärkte haben würde.
Die Aussagen des BoE-Gouverneurs unterstreichen die wachsende Nervosität der Zentralbanken angesichts der zunehmenden politischen Unwägbarkeiten. Für Anleger bedeutet dies ein Umfeld erhöhter Volatilität und gestiegener Risiken an den Finanzmärkten.
