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EZB-Direktor Villeroy: US-Zölle belasten Wachstum, kaum Inflationsgefahr

François Villeroy de Galhau, Chef der französischen Zentralbank, sieht in möglichen neuen US-Zöllen zwar eine Wachstumsbremse, aber keine nennenswerte Inflationsgefahr für Europa. Die Hauptlast tragen laut dem EZB-Ratsmitglied die amerikanischen Verbrauch

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EZB-Direktor Villeroy: US-Zölle belasten Wachstum, kaum Inflationsgefahr

Der Chef der französischen Zentralbank und Mitglied des EZB-Rats, François Villeroy de Galhau, hat sich am Dienstag auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos zu den wirtschaftlichen Auswirkungen möglicher neuer US-Zölle geäußert. Seine Einschätzung: Während die Handelsbeschränkungen das Wirtschaftswachstum aller Beteiligten dämpfen würden, bleiben die Inflationseffekte für Europa voraussichtlich begrenzt.

Negative Folgen für alle Beteiligten

"Was die Wirtschaftsaktivität betrifft, sind Zölle offensichtlich schlechte Nachrichten für alle – einschließlich der USA", erklärte Villeroy im Interview mit Bloomberg TV. Die protektionistischen Maßnahmen würden sich damit als klassisches Eigentor erweisen, das nicht nur die betroffenen Handelspartner, sondern auch die USA selbst treffe.

Verbraucher in den USA tragen die Last

Besonders interessant ist Villeroys Analyse der Inflationseffekte. Die im vergangenen Jahr verhängten Zölle hätten keine spürbaren Auswirkungen auf die Teuerungsrate in der Eurozone gehabt. Der Grund: Die zusätzlichen Kosten wurden größtenteils von amerikanischen Verbrauchern getragen, nicht an europäische Konsumenten weitergegeben.

Gedämpfte Preiseffekte erwartet

Auch für den Fall neuer Handelsabgaben rechnet der französische Notenbankchef mit einem ähnlich gedämpften Preisergebnis in Europa. Diese Einschätzung ist für die Geldpolitik der Europäischen Zentralbank von Bedeutung, da sie den Spielraum für weitere Zinssenkungen nicht einschränken würde.

Die Äußerungen Villeroys erfolgen zu einem Zeitpunkt, an dem die EZB ihre Zinspolitik neu ausrichtet und gleichzeitig die globalen Handelsspannungen im Blick behalten muss. Für deutsche Anleger und Unternehmen bedeutet dies: Während Zölle die Konjunktur belasten könnten, dürfte die Preisstabilität in der Eurozone nicht gefährdet sein.

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