Trump distanzierte sich früh von Epstein-Skandal
Bereits vor zwei Jahrzehnten äußerte sich Donald Trump kritisch über Jeffrey Epstein und dessen Vertraute Ghislaine Maxwell. Dies geht aus FBI-Dokumenten hervor, die das US-Justizministerium jetzt veröffentlicht hat. Trump hatte demnach den damaligen Poli

**Frühe Distanzierung von Epstein
**
In einem Telefonat mit Michael Reiter, dem damaligen Polizeichef von Palm Beach, äußerte sich Donald Trump bereits in den frühen 2000er Jahren deutlich kritisch über Jeffrey Epstein. Trump habe Reiter angerufen und gesagt: "Gott sei Dank halten Sie ihn auf, jeder wusste, dass er das tut", wie aus FBI-Dokumenten von 2019 hervorgeht. Diese Aussage des inzwischen pensionierten Polizisten wurde in einem sogenannten "302"-Bericht festgehalten, einem standardisierten FBI-Vernehmungsprotokoll.
**
Maxwell als "böse" bezeichnet
**
Besonders scharf äußerte sich Trump laut den Akten über Ghislaine Maxwell, die als enge Vertraute und Vermittlerin von Epstein galt. Er bezeichnete die britische Geschäftsfrau als "böse". Maxwell wurde später wegen ihrer Rolle bei der Rekrutierung minderjähriger Mädchen für Epstein zu 20 Jahren Haft verurteilt.
**
Hintergrund der Ermittlungen
**
Die Polizei von Palm Beach hatte in den 2000er Jahren erste Ermittlungen gegen den Investmentbanker Jeffrey Epstein eingeleitet. Epstein wurde später wegen schwerer Sexualstraftaten angeklagt und starb 2019 in Untersuchungshaft. Die nun veröffentlichten Dokumente werfen ein neues Licht auf die frühe Phase der Ermittlungen und zeigen, dass Trump sich bereits damals von seinem ehemaligen Bekannten distanzierte.
**
Bedeutung der Veröffentlichung**
Die Freigabe der FBI-Dokumente durch das US-Justizministerium erfolgt im Rahmen von Transparenzbemühungen zu einem der größten Sexualstraftaten-Skandale der jüngeren US-Geschichte. Die Aussagen des pensionierten Polizeichefs Reiter dokumentieren die frühe Reaktion prominenter Personen auf die Vorwürfe gegen Epstein. Für deutsche Anleger sind diese Entwicklungen insofern relevant, als sie die Compliance-Standards und Reputationsrisiken im Finanzsektor unterstreichen.
