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Tech-Giganten im Investitionsfokus

Quartalsberichte zeigen, ob Microsoft, Alphabet und Co. ihre milliardenschweren KI-Ausgaben fortsetzen

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Tech-Giganten im Investitionsfokus

Die Quartalsberichte der großen US-Technologiekonzerne rücken diese Woche in den Fokus der Finanzmärkte, da ihre Investitionen in künstliche Intelligenz als entscheidender Gradmesser für die weitere Entwicklung des Aktienmarktes gelten. <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AMSFT">Microsoft, Alphabet und Meta präsentieren am Mittwoch ihre Ergebnisse, Amazon folgt am Donnerstag. Anleger erwarten Aufschluss darüber, ob die Unternehmen ihre hohen Ausgaben für Rechenzentren und KI-Infrastruktur fortsetzen und welche Rendite sie daraus in Zukunft erwarten.

Die sogenannte „AI-Trade“-Bewegung zählt seit dem Start von ChatGPT Ende 2022 zu den Hauptantriebskräften der Börsenrally. Der S&P 500 liegt seit Jahresbeginn um rund 17 Prozent und seit Beginn des Bullenmarkts vor über drei Jahren um 90 Prozent im Plus. Investoren achten daher besonders auf mögliche Anzeichen einer Abschwächung. Gleichzeitig wird vor Parallelen zur Dotcom-Blase der späten 1990er-Jahre gewarnt.

Zu den größten Gewinnern des KI-Booms gehört Nvidia, dessen Chips als Schlüsselkomponenten für die Datenverarbeitung gelten. Der Konzern steht mit einer Marktkapitalisierung von fast fünf Billionen US-Dollar kurz davor, einen neuen Rekord zu erreichen. Auch Microsoft, Alphabet, Meta und Amazon investieren massiv in die Infrastruktur, die die KI-Entwicklung ermöglicht. Analysten sehen darin ein wichtiges Signal für das Vertrauen der Unternehmen in das langfristige Potenzial der Technologie.

Nach Berechnungen von Barclays haben die jährlichen Investitionsausgaben dieser Konzerne sowie von Oracle zwischen 2022 und 2024 mehr als 200 Milliarden US-Dollar erreicht und könnten bis 2027 auf rund 500 Milliarden US-Dollar steigen. Diese Ausgaben fließen vor allem in den Ausbau von Rechenzentren und Cloud-Kapazitäten. Marktbeobachter sehen darin ein Zeichen für anhaltendes Wachstum, warnen jedoch, dass übermäßige Investitionen zu Überkapazitäten führen könnten – ähnlich wie beim Glasfaserausbau vor 25 Jahren.

Gleichzeitig betonen Analysten, dass die heutigen Technologieriesen deutlich besser aufgestellt seien als die Telekommunikationsunternehmen der 1990er-Jahre. Die freien Cashflow-Margen der großen KI-Investoren liegen im Durchschnitt bei 15 Prozent, verglichen mit nur 3,5 Prozent in der damaligen Zeit. Während früher kapitalarme Geschäftsmodelle bevorzugt wurden, profitieren heute besonders Unternehmen, die hohe Investitionen tätigen.

Die Investitionsentscheidungen der „Hyperscaler“ haben weitreichende Auswirkungen. Microsoft, Alphabet, Amazon und Meta beeinflussen aufgrund ihrer Marktkapitalisierung die gesamte Indexentwicklung. Änderungen in ihren Ausgaben könnten auch zahlreiche andere Branchen treffen – von Bau und Industrie bis hin zu Versorgungsunternehmen. Seit der Einführung von ChatGPT stammt etwa ein Drittel des weltweiten Börsenwertzuwachses von 48 Billionen US-Dollar aus 28 KI-bezogenen Aktien.

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