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OpenAI bringt KI-Browser Atlas auf den Markt

Neue Anwendung integriert ChatGPT direkt ins Surfen und greift Googles Chrome-Vorherrschaft an

2 Min
OpenAI bringt KI-Browser Atlas auf den Markt

OpenAI hat mit ChatGPT Atlas einen eigenen Webbrowser vorgestellt, der direkt gegen Googles dominierenden Chrome-Browser antritt. Der neue Browser kombiniert die Funktionen des bekannten Chatbots mit klassischen Surf-Elementen und soll die Art verändern, wie Nutzer im Internet suchen, lesen und handeln. Damit setzt das Unternehmen seinen Expansionskurs fort, der darauf abzielt, Künstliche Intelligenz tiefer in den digitalen Alltag zu integrieren und gleichzeitig Daten über das Online-Verhalten seiner Nutzer zu sammeln.

Mit weltweit rund 800 Millionen wöchentlich aktiven ChatGPT-Nutzern verfügt OpenAI über eine große Basis, die das neue Produkt potenziell schnell verbreiten könnte. Beobachter sehen in Atlas einen weiteren Schritt hin zu einer KI-getriebenen Informationssuche, die klassische Suchmaschinen zunehmend unter Druck setzt. Statt nach Stichwörtern zu suchen, können Anwender künftig Fragen in natürlicher Sprache stellen und erhalten zusammengefasste Antworten. Das könnte die Abhängigkeit vieler Nutzer von Google-Suchen verringern und den Wettbewerb auf dem lukrativen Markt für Online-Werbung verschärfen.

Im Börsenhandel reagierten Anleger verhalten: Die Aktien von <a class="tvreplink" target="_blank" href="https://de.tradingview.com/symbols/Nasdaq%3AGOOG">Alphabet, dem Mutterkonzern von Google, gaben am Dienstag um 1,8 Prozent nach. Der Atlas-Browser ist zunächst weltweit für Apples macOS verfügbar, Versionen für Windows, iOS und Android sollen später folgen. Zu den Funktionen gehört eine ChatGPT-Seitenleiste, die in jedem Fenster genutzt werden kann, um Inhalte zusammenzufassen, Produkte zu vergleichen oder Daten zu analysieren. Im sogenannten „Agent Mode“ übernimmt ChatGPT ganze Aufgaben, etwa das Planen und Buchen einer Reise oder das Erledigen von Online-Einkäufen.

In einer Demonstration zeigte OpenAI, wie der Assistent ein Rezept im Internet findet, automatisch die Zutaten auflistet und diese über die Plattform Instacart bestellt. Die KI navigierte dabei eigenständig durch den gesamten Bestellvorgang. Mit dieser Art von Automatisierung will OpenAI die Nutzung des Browsers über reine Informationssuche hinaus erweitern.

Die Konkurrenz im Markt für KI-Browser wächst. Neben Atlas treten bereits Anwendungen wie Perplexitys Comet, Brave Browser und Operas Neon an, die ähnliche Funktionen wie Texterstellung oder Formularausfüllung bieten. Google selbst reagiert mit neuen KI-Funktionen in seinem Chrome-Browser. Für US-Nutzer wurde kürzlich das Gemini-Modell integriert, das Suchergebnisse um KI-generierte Zusammenfassungen ergänzt. Trotz zunehmender Konkurrenz hält Chrome laut StatCounter mit 71,9 Prozent weiter den größten Marktanteil.

Analysten sehen in OpenAIs neuem Browser eine mögliche Grundlage für künftige Werbeeinnahmen. Sollte OpenAI Anzeigen integrieren, könnte dies Google einen Teil seines dominierenden Anteils an den weltweiten Suchanzeigen streitig machen.

OpenAIChatGPTTechnologieKünstliche Intelligenz

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