Supreme Court kippt Trumps Zölle: US-Sojabauern in der Klemme
Das Urteil gefährdet milliardenschwere Sojabohnen-Käufe Chinas und trifft US-Farmer in einer ohnehin schwierigen Lage.

Der US-Supreme Court hat Präsident Donald Trumps weitreichende Zölle für verfassungswidrig erklärt – mit unmittelbaren Folgen für den amerikanischen Agrarsektor. Analysten warnen, dass China nun weniger Anreiz hat, zugesagte Großeinkäufe amerikanischer Sojabohnen tatsächlich zu tätigen. Gleichzeitig bereitet das US-Landwirtschaftsministerium USDA ein Subventionspaket von 12 Milliarden Dollar vor, um bedrängten Farmern zu helfen.
Das Gericht entschied, dass Trump seine Befugnisse überschritten hatte, als er Zölle auf Basis eines Gesetzes für nationale Notlagen verhängte. Zuvor hatte Trump auf Truth Social angekündigt, China werde zusätzlich 8 Millionen Tonnen Sojabohnen kaufen – nach bereits getätigten Käufen von 12 Millionen Tonnen im Rahmen einer Handelswaffenstillstandsvereinbarung vom Oktober. Trotz eines Preisanstiegs von 8,49 Prozent bei Sojabohnen seit dem 4. Februar bleiben Analysten skeptisch.
Zollhammer aus der Hand genommen
Darin Fessler, Senior Hedge Advisor bei Lakefront Futures, bringt die Lage auf den Punkt: „Was Trump versucht hat, war China unter Druck zu setzen – jetzt fragen wir uns, ob das China weniger geneigt macht, die Bohnen tatsächlich abzunehmen.
