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Südkorea will KI-Entwicklung trotz globaler Bedenken nicht bremsen

Stellvertretender Premierminister Bae Kyung-hoon betont Dringlichkeit der KI-Förderung für das Land.

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Südkorea will KI-Entwicklung trotz globaler Bedenken nicht bremsen

Südkorea wird die Geschwindigkeit seiner Bemühungen zur Entwicklung künstlicher Intelligenz (KI) nicht drosseln. Das erklärte der stellvertretende Premierminister und Minister für Wissenschaft und ICT, Bae Kyung-hoon, in einem Facebook-Beitrag vom Mittwoch. Das Land könne es sich nicht leisten, den Fortschritt bei der KI zu verlangsamen, so Bae.

Der Minister hob hervor, dass die Verantwortung für das Tempo wichtiger sei als die Kontrolle desselben. Ein Land, das im KI-Bereich aufhole und gleichzeitig neue Märkte erschließe, stehe vor anderen Umständen als eine führende Nation, die ihr eigenes Tempo anpasse. „Aus südkoreanischer Sicht ist eines klar: Wir haben nicht den Luxus, unsere KI-Entwicklung jetzt zu verlangsamen“, hieß es in einer Übersetzung von Kyung-hoons Beitrag.

Regierung setzt auf beschleunigte Umsetzung

Die Regierung plane, die Umsetzung des „AI Basic Act“ ohne Unterbrechung fortzusetzen, sagte der stellvertretende Premierminister. Zudem werde Südkorea mit seinem eigenständigen Foundation-Model-Programm sowie der Initiative für Frontier-AI-Modelle fortfahren. Diese Maßnahmen unterstreichen den Willen Seouls, im globalen KI-Wettbewerb eine führende Rolle zu übernehmen.

Die Aussagen Kyung-hoons fallen in einen Kontext, in dem mehrere führende KI-Manager eine Verlangsamung der KI-Entwicklung gefordert hatten. Dazu zählen Dario Amodei von Anthropic, Sam Altman von OpenAI und Elon Musk von xAI. Sie argumentieren mit potenziellen Bedrohungen, die diese Technologie für die Menschheit darstellen könnte.

Uneinigkeit in der Tech-Branche

Andere Akteure lehnten diese Forderungen jedoch ab. Jensen Huang von Nvidia und Mark Zuckerberg von Meta sprachen sich stattdessen dafür aus, dass KI-Forschungslabore eine größere Verantwortung für ihre Modelle übernehmen sollten. Die Debatte zeigt die tiefe Spaltung innerhalb der Technologiebranche über den richtigen Weg im Umgang mit Künstlicher Intelligenz.

Für Südkorea steht viel auf dem Spiel. Das Land hat sich in den vergangenen Jahren als Technologiestandort etabliert und investiert massiv in Zukunftstechnologien. Eine Verlangsamung der KI-Entwicklung könnte die Wettbewerbsfähigkeit der südkoreanischen Wirtschaft gefährden. Mit der klaren Ansage aus Seoul wird deutlich, dass das Land seinen eigenen Weg gehen will – unabhängig von den Diskussionen in den USA oder Europa.

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