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South32 Hillside-Hütte: 30 Jahre und Zukunft bis 2055 möglich

Die Hillside-Aluminiumhütte von South32 feiert ihr 30-jähriges Bestehen – und könnte bei gesicherter Stromversorgung noch Jahrzehnte weiterlaufen.

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South32 Hillside-Hütte: 30 Jahre und Zukunft bis 2055 möglich

Die Hillside-Aluminiumhütte des Bergbaukonzerns South32 im südafrikanischen Richards Bay könnte für weitere 20 bis 30 Jahre in Betrieb bleiben. Voraussetzung dafür ist eine wettbewerbsfähige langfristige Stromvereinbarung mit dem staatlichen Energieversorger Eskom. Das erklärten Führungskräfte von South32 anlässlich einer Galaveranstaltung zum 30-jährigen Jubiläum der Hütte in der Provinz KwaZulu-Natal.

South32-CEO Graham Kerr betonte, dass der Bau der Hütte Anfang der 1990er-Jahre erheblichen Mut erfordert habe – in einer Zeit politischer und wirtschaftlicher Unsicherheit in Südafrika. Seither habe sich Hillside zu einem wichtigen Treiber für Industrialisierung, Beschäftigung und regionale Wirtschaftsentwicklung entwickelt. Von 2015 bis 2024 trug die Hütte laut Kerr mehr als 35 Milliarden Rand zum südafrikanischen BIP bei.

Derzeit unterstützt Hillside rund 3.650 direkte und indirekte Arbeitsplätze. Schätzungsweise weitere 29.000 Arbeitsplätze sind mit der breiteren Aluminium-Wertschöpfungskette verbunden. „Der Erfolg von Hillside in den vergangenen 30 Jahren ist ein Beweis dafür, was durch die Zusammenarbeit zwischen dem Privatsektor und der Regierung erreicht werden kann", sagte Kerr.

Präsident Ramaphosa würdigt industrielle Bedeutung

Auch Südafrikas Präsident Cyril Ramaphosa nahm an den Feierlichkeiten teil und bezeichnete Hillside als Symbol für die industrielle Kapazität und globale Wettbewerbsfähigkeit des Landes. Er verwies auf die historische Bedeutung der offiziellen Eröffnung der Anlage durch den ehemaligen Präsidenten Nelson Mandela am 19. April 1996 – ein Zeichen des Investorenvertrauens in die demokratische Zukunft Südafrikas.

Ramaphosa hob zudem die internationale Ausrichtung der Hütte hervor: „Die Exportpräsenz von Hillside Aluminium ist ein praktischer Beweis dafür, dass südafrikanische Industrien anspruchsvolle globale Standards erfüllen und sich auf den Weltmärkten behaupten können." Die Notierung an der London Metals Exchange sowie die Erfüllung internationaler Zertifizierungsanforderungen unterstreichen laut Ramaphosa das Vertrauen in die Qualität und Rückverfolgbarkeit südafrikanischer Produkte.

Erneuerbare Energien als Schlüssel zur Zukunft

South32-COO Noel Pillay betonte die systemische Bedeutung von Hillside für das südafrikanische Stromnetz. Als größter einzelner Industriekunde von Eskom stabilisiere die Hütte durch ihren konstanten Grundlaststromverbrauch das Netz und unterstütze den Versorger in Spitzenlastzeiten durch Lastminderungsvereinbarungen. Zudem bringe Hillside Eskom jedes Jahr erhebliche Einnahmen.

South32 und Eskom untersuchen seit vier Jahren gemeinsam langfristige Lösungen für erneuerbare und kohlenstoffärmere Energiequellen für Hillside. Solar- und Windenergie gelten derzeit als die praktikabelsten Technologien. Ein zentrales Hindernis bleibt jedoch die Übertragungsinfrastruktur: Viele der besten Wind- und Solarressourcen Südafrikas befinden sich in den Provinzen Northern Cape und Western Cape, wo zusätzliche Netzkapazitäten benötigt werden.

Neue Projekte stärken lokale Wertschöpfung

Hillside arbeitet parallel an mehreren Projekten zur Stärkung der lokalen Industrie. Dazu gehört die finanzielle Unterstützung einer Produktionsstätte für Aluminiumstangen in Richards Bay, die lokale Komponenten für Eskoms geplanten Netzausbau um 14.000 Kilometer liefern soll. Darüber hinaus werden gemeinsam mit lokalen Partnern eine potenzielle Krätzeaufbereitungsanlage sowie ein Werk für Billet-Legierungen entwickelt.

Pillay unterstrich, dass South32 bei der Einführung von Automatisierung bewusst vorsichtig vorgehe, um negative Auswirkungen auf die Beschäftigung zu vermeiden. Das soziale Investitionsprogramm der Hütte habe allein in den letzten fünf Jahren mehr als fünf Millionen Menschen erreicht – mit Fokus auf Bildung, wirtschaftliche Teilhabe und Gesundheitsversorgung. „Wir freuen uns darauf, dass Hillside weiterhin eine entscheidende Rolle in der Wachstums- und Entwicklungsgeschichte Südafrikas spielen wird", schloss Pillay.

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