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Schuldenstreit und Einzelhandelsaussichten belasten Wall Street

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Schuldenstreit und Einzelhandelsaussichten belasten Wall Street

Die Aussichten für den Einzelhandel in den USA haben die Anleger verstimmt und auch der langwierige Schuldenstreit sorgt weiterhin für Unsicherheit an den Börsen.

Ein möglicher Zahlungsausfall in den USA steht bevor und US-Finanzministerin Janet Yellen warnte vor einem weltweiten Finanzbeben. Sie betonte, dass eine Reihe von Märkten zusammenbrechen und eine "weltweite Panik" ausbrechen könnte. Es besteht also keine Zeit zu verlieren.

Aufgrund des andauernden Schuldenstreits in den USA verlor der Dow-Jones-Index der Standardwerte 1,01 Prozent. Der breiter gefasste S&P 500 verzeichnete einen Verlust von 0,64 Prozent, während der technologielastige Nasdaq 100 knapp mit einem Plus von 0,09 Prozent abschloss.

Das US-Finanzministerium geht davon aus, dass die Rechnungen der Regierung nur bis zum 1. Juni bezahlt werden können, es sei denn, die Schuldenobergrenze wird erhöht. Marktexperten stellen fest, dass die Tonalität der US-Politik in Bezug auf den Schuldenstreit immer schärfer wird. US-Präsident Joe Biden hat hochrangige Republikaner und Demokraten zu einem Gespräch ins Weiße Haus eingeladen, um die Situation zu besprechen.

Heute wurden auch die Umsätze der amerikanischen Einzelhändler veröffentlicht. Obwohl sie im April laut dem Handelsministerium gestiegen sind, fiel das Plus nur halb so hoch aus wie erwartet. Die größte US-Baumarktkette Home Depot, ein Schwergewicht im S&P 500, senkte ihre Jahresziele, da die wirtschaftliche Unsicherheit zu einem Rückgang der Ausgaben von Heimwerkern führte. Die Ergebnisse der Einzelhandelsriesen Target und Walmart werden in dieser Woche ebenfalls mit Spannung erwartet.

Neben den unsicheren Aussichten im Zusammenhang mit dem Schuldenstreit in den USA haben enttäuschende Konjunkturdaten aus China und Deutschland den DAX belastet. Der deutsche Leitindex schloss 0,12 Prozent tiefer bei 15.898 Punkten und kämpft weiterhin damit, die Marke von 16.000 Punkten zu überschreiten.

Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Deutschland in den kommenden Jahren nur geringes Wachstum aufgrund der alternden Bevölkerung, fehlender Produktivitätssteigerungen und Engpässen auf dem Arbeitsmarkt. Das ZEW-Barometer zur Einschätzung der Konjunktur in den kommenden sechs Monaten ist erstmals seit Dezember 2022 wieder in den negativen Bereich gefallen, was darauf hindeutet, dass die deutsche Wirtschaft in eine leichte Rezession geraten könnte.

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