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Britische Notenbank erhöht Leitzins zur Bekämpfung der Inflation

Bank of England erhöht Leitzins, um Inflation einzudämmen - Auswirkungen auf britischen Aktienmarkt und Wirtschaft.

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Britische Notenbank erhöht Leitzins zur Bekämpfung der Inflation

Die Bank of England (BoE) setzt ihren Kampf gegen die hohe Inflation fort und hat den Leitzins um einen Viertel-Punkt auf 4,50 Prozent angehoben. Diese Zinserhöhung markiert bereits die zwölfte seit Ende 2021. Die Inflationsrate in Großbritannien liegt mit 10,1 Prozent auf dem höchsten Niveau in Westeuropa und ist das einzige Land in der Region mit einer zweistelligen Inflation.

Die Notenbanker rechnen damit, dass die Inflation länger als erwartet auf einem hohen Niveau bleiben wird. Besonders die anhaltenden Anstiege der Lebensmittelpreise tragen zu dieser Situation bei. Die BoE hat ihre Inflationsprognose daher revidiert und geht nun davon aus, dass die Verbraucherpreise erst Anfang 2025 das Ziel von 2 Prozent erreichen werden, anstatt wie bisher angenommen innerhalb eines Jahres.

Ein weiterer Faktor, der zur hohen Inflation beiträgt, ist die starke Abhängigkeit von importiertem Erdgas zur Energiegewinnung, dessen Preisanstieg aufgrund des Ukraine-Krieges zu verzeichnen ist. Dieser statistische Effekt wird in den kommenden Monaten voraussichtlich eine weniger bedeutende Rolle spielen.

Die Notenbanker zeigen sich besorgt über den möglichen Aufbau von erhöhtem Lohndruck aufgrund der jüngsten Tarifrunden. Eine dauerhafte Inflation könnte die Folge sein. Einige Mitglieder des geldpolitischen Ausschusses der BoE stimmten gegen die Zinserhöhung, während Experten der US-Investmentbank Goldman Sachs prognostizieren, dass die Zinsen bis August auf bis zu 5,0 Prozent steigen könnten.

Es bleibt abzuwarten, ob die BoE weitere Schritte unternehmen wird, um die Inflation in den Griff zu bekommen. Die jüngsten Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB) deuten auf einen globalen Trend hin. Während Fed-Vorsitzender Jerome Powell eine mögliche Pause in Aussicht stellte, erklärte EZB-Präsidentin Christine Lagarde, dass es noch zu früh sei, um über eine solche Pause nachzudenken.

Die Entscheidungen der Notenbanken spiegeln die Herausforderungen wider, vor denen sie angesichts der anhaltenden Inflation stehen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die Wirtschaft und die Inflation weiterentwickeln und welchen Einfluss dies auf die geldpolitischen Maßnahmen der Bank of England haben wird.

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