Russland beendet Getreideabkommen mit der Ukraine
Exportstopp über Schwarzes Meer: Russland beendet Getreideabkommen mit der Ukraine aufgrund unerfüllter Forderungen

Russland beendet das Getreideabkommen mit der Ukraine über den Export über das Schwarze Meer. Das Präsidialamt in Moskau teilte mit, dass die bisherige Vereinbarung heute ausläuft. Russland will das Abkommen erst wieder erfüllen, sobald alle Forderungen für den Export seines eigenen Getreides erfüllt sind.
Bereits am Donnerstag hatte Präsident Putin angekündigt, die Beteiligung Russlands auszusetzen, bis bestimmte Zusagen erfüllt sind. Im Gegenzug forderte Russland Erleichterungen bei den Sanktionen für seine Dünge- und Lebensmittelexporte. Deutschland bemüht sich weiterhin um eine Verlängerung des Abkommens.
Das Abkommen wurde im Juli 2022 von den Vereinten Nationen und der Türkei vermittelt und sollte die weltweite Nahrungsmittelkrise lindern. Schiffe konnten über einen Seekorridor bis nach Istanbul fahren, wo die Ladung kontrolliert wurde. Dadurch konnte die Ukraine trotz des Krieges mehr als 38 Millionen Tonnen Getreide exportieren.
Die Aussetzung des Abkommens bringt Russland jedoch eher Nachteile, da Putin nicht mehr als Protektor für ukrainisches Getreide auftreten kann und wichtige Partner wie die Türkei und China verprellt werden könnten. Die Getreideausfuhren sind für ärmere Länder von großer Bedeutung und sorgen für niedrigere Preise auf dem Weltmarkt.
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