ANZEIGE

Rekordjahr für Gewerbesteuer

Deutsche Gemeinden verzeichnen sprunghafte Einnahmensteigerung und kämpfen mit Steueroasen-Problematik

1 Min
Rekordjahr für Gewerbesteuer

Die Gemeinden in Deutschland verzeichneten im vergangenen Jahr erneut einen Rekord bei den Einnahmen aus der Gewerbesteuer. Laut dem Statistischen Bundesamt stiegen die Einnahmen im Vergleich zum Vorjahr um 14,9 Prozent auf insgesamt 70,2 Milliarden Euro. Dies ist bereits das zweite Jahr in Folge, in dem ein Rekordwert erreicht wurde, nachdem die Einnahmen im Jahr 2020 aufgrund der COVID-19-Pandemie gesunken waren.

Besonders bemerkenswert war der Anstieg in den Flächenländern, wobei Sachsen-Anhalt einen Anstieg von 34,8 Prozent und Rheinland-Pfalz von 26,7 Prozent verzeichnete. Unter den Stadtstaaten führte Hamburg mit einem Anstieg von 23,6 Prozent. Brandenburg war das einzige Bundesland, das einen Rückgang verzeichnete, und zwar um 3,8 Prozent.

Die Gewerbesteuer ist eine wichtige Einnahmequelle für die Kommunen in Deutschland und wird von allen gewerblichen Unternehmen und Kapitalgesellschaften gezahlt. Es gibt jedoch erhebliche Unterschiede in den Steuersätzen zwischen den Gemeinden. Während einige Gemeinden niedrige Steuersätze anbieten, verlagern Unternehmen ihre Gewinne in Gemeinden mit niedrigen Steuern, was zu Einnahmeverlusten in den ursprünglichen Kommunen führt.

Experten warnen vor einem gefährlichen Unterbietungswettbewerb zwischen den Gemeinden und betonen die Bedeutung der Gewerbesteuer für die Finanzierung lebenswerter Städte. Die Debatte über die Höhe der Gewerbesteuer und die Praxis der Steueroasen in Deutschland setzt sich fort.

Der durchschnittliche Hebesatz für die Gewerbesteuer blieb im Jahr 2022 bei 403 Prozent, wie vom Statistischen Bundesamt berichtet.

SteuernPolitik

Meistgelesene News

  1. Amazon Prime Air Crash in Miami: Fünf Tote bei Frachtflugzeug-Unglück
  2. Microsoft-Aktie fällt – Technologiekonzern kämpft mit Ausfällen
  3. Fed-Signale beflügeln US-Märkte: Palantir und Snowflake mit starken Kursgewinnen
  4. BP setzt auf Stabilität – Raffineriemargen erreichen Krisenniveau
  5. Europäische Indizes kaum verändert – Telekom treibt DAX an

Disclaimer