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Weltwirtschaft vor Abschwächung: Deutschland und China im Fokus

OECD-Prognose: Herausforderungen für zwei Schlüsselspieler - USA stabilisieren, Inflation bleibt hoch

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Weltwirtschaft vor Abschwächung: Deutschland und China im Fokus

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) prognostiziert eine Abschwächung der Weltwirtschaft im kommenden Jahr und eine anhaltend hohe Inflation. Laut der aktuellen Konjunkturprognose der OECD wird das weltweite Wirtschaftswachstum im Jahr 2023 voraussichtlich bei 3,0 Prozent liegen, während es 2024 auf 2,7 Prozent zurückgehen wird. Dieser Rückgang wird hauptsächlich auf die weltweiten Zinserhöhungen zurückgeführt, die zur Eindämmung der Inflation eingeführt wurden.

Besondere Herausforderungen sieht die OECD für China und Deutschland. Deutschland wird voraussichtlich das einzige große Industrieland sein, das 2023 eine Rezession erlebt, mit einem erwarteten Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,2 Prozent. Dies ist auf verschiedene Faktoren zurückzuführen, darunter der Wegfall von günstigen Energielieferungen aus Russland aufgrund der Ukraine-Krise.

China, das bisher überdurchschnittliches Wachstum verzeichnete, wird ebenfalls vor Herausforderungen stehen. Die Prognosen für Chinas Wirtschaftswachstum wurden gesenkt, und eine mögliche weitere Abkühlung in China wird als Hauptrisiko für die Weltwirtschaft angesehen. Hohe Schulden und Probleme im Immobiliensektor in China könnten die wirtschaftliche Entwicklung bremsen.

Die Vereinigten Staaten hingegen sind eine wichtige Stütze der Weltwirtschaft. Hier haben sich die Prognosen verbessert, und die USA werden voraussichtlich 2023 um 2,2 Prozent wachsen. Überraschend positive Entwicklungen wurden auch in Brasilien, Indien und Südafrika verzeichnet. Der Euroraum wird 2023 voraussichtlich um 0,6 Prozent wachsen, getrieben von Spanien und Frankreich.

Die OECD spricht sich für eine fortgesetzte restriktive Geldpolitik aus und betont, dass die Notenbanken ihre Politik beibehalten sollten, bis der Preisdruck nachhaltig nachgelassen hat. Dies ist jedoch noch nicht der Fall, da die Inflation in der Eurozone und Deutschland hoch bleibt.

In den USA, wo Zinserhöhungen bereits begonnen haben, wird eine allmähliche Abnahme der Inflation erwartet. Die OECD-Prognosen sehen für 2023 eine Inflation von 3,8 Prozent in den USA und für Deutschland 6,1 Prozent vor. Für das Jahr 2024 wird eine Verringerung der Inflation auf 3,0 Prozent in beiden Regionen erwartet.

WirtschaftspolitikDeutschlandChinaOECD

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