Quimbaya Gold startet Phase 2 in Tahami South mit zweitem Bohrer
Quimbaya Gold hat einen zusätzlichen Diamantbohrer nach Tahami South verlegt und testet nun zwei Ziele in Kolumbien gleichzeitig.

Quimbaya Gold Inc. (CSE: QIM) (OTCQX: QIMGF) (FSE: K05) hat einen zusätzlichen Diamantbohrer an sein Gold- und Silberprojekt Tahami South im Distrikt Segovia in der kolumbianischen Provinz Antioquia verlegt und mit den Bohrungen der Phase 2 an den S- und V-Gangsystemen begonnen. Das Unternehmen mit Sitz in Vancouver, British Columbia, meldete dies am 7. Oktober 2026.
Der neue Bohrer kommt zusätzlich zum laufenden Bohrprogramm am Tahami Center Kupfer-Molybdän-Porphyr-System hinzu. Damit bohrt Quimbaya derzeit zwei Ziele auf dem Tahami-Grundstück gleichzeitig an. Nach Unternehmensangaben bestätigt der Schritt den am 16. Juni 2026 angekündigten Start im dritten Quartal 2026.
Die Aktie notierte zuletzt bei 0,37, was einer Veränderung von 0,02 entspricht. Das Volumen lag bei 5,71.
Phase 2 zielt auf die S- und V-Gangsysteme in und um die hochgradigen Silber- und Goldschnitte ab, die bereits in Phase 1 erzielt wurden. Grundlage ist eine bodengeophysikalische Vermessung, die die Position und den Verlauf beider Gangsysteme unter der Deckschicht aufgespürt hat. Das Unternehmen folgt damit den durch die Geophysik bestätigten Trends.
Die Details
Das Bohrprogramm der Phase 1 in Tahami South umfasste ungefähr 5.300 Meter in 12 Diamantbohrloch-Serien von sieben Plattformen. Dabei wurden beide Zielgangsysteme angeschnitten. Mineralisation oberhalb einer Ausschlussgrenze von 0,3 g/t Goldäquivalent wurde in 13 Schnitten erzielt. Neun dieser Schnitte werden erstmals in der aktuellen Pressemitteilung offengelegt.
Vier Schnitte waren bereits zuvor veröffentlicht worden, und zwar in der Pressemitteilung des Unternehmens vom 14. Januar 2026. Es handelt sich um TSDH_003 mit 362,9 Metern, TSDH_004 mit 157,1 Metern, TSDH_007 mit 462,5 Metern und TSDH_008 mit 224,65 Metern.
Zu den bislang bekanntesten Ergebnissen zählen 0,77 g/t Gold und 528 g/t Silber über 1,0 Meter in TSDH_007 sowie 2,57 g/t Gold und 378,1 g/t Silber über 0,9 Meter in TSDH_003. Diese Werte wurden ebenfalls am 14. Januar 2026 offengelegt.
Auf Basis dieser Ergebnisse ist Phase 2 darauf ausgerichtet, die Kontinuität und die Geometrie der mineralisierten Strukturen zu testen. Es wird erwartet, dass die Bohrungen im vierten Quartal 2026 abgeschlossen sind. Mit den Analyseergebnissen rechnet das Unternehmen im ersten Quartal 2027.
Alexandre P. Boivin, Präsident und Chief Executive Officer von Quimbaya, kommentierte: „Quimbaya ist von Natur aus ein Unternehmen mit mehreren Zielen. Bei Phase 1 in Tahami South wurden beide Gangsysteme gefunden, die wir testen wollten, und es wurden hochgradige Silber- und Goldgehalte erzielt. Was uns am meisten ermutigt hat, war nicht einfach, dass wir sie angeschnitten haben, sondern dass die Geophysik uns danach ein viel klareres Bild davon gab, wo wir ihnen folgen sollten. Wir bohren derzeit zwei Ziele auf dem Tahami-Grundstück zur gleichen Zeit, die Gänge in Tahami South und das Porphyr-Vorkommen in Tahami Center. Phase 2 ist ein fokussiertes Programm, das auf Kontinuität und Geometrie abzielt, und es ist der nächste Schritt bei der Bewertung des breiteren Potenzials von Tahami South.“
Hintergrund: Was bisher geschah
Bereits am 22.09.2026 berichtete aktien.news, dass Quimbaya Gold einen zusätzlichen Diamantbohrer an das Tahami South Silber- und Goldprojekt im Distrikt Segovia verlegt und mit den Bohrungen der Phase 2 an den S- und V-Gangsystemen begonnen hat. Schon damals war die Rede davon, dass das Unternehmen damit gleichzeitig zwei Ziele auf dem Tahami-Anwesen bohrt und der neue Bohrer zusätzlich zum laufenden Programm am Tahami Center Kupfer-Molybdän-Porphyr-System hinzukommt. Der frühere Bericht hielt außerdem fest, dass Phase 2 auf die S- und V-Gangsysteme in und um die hochwertigen Silber- und Goldschnitte aus Phase 1 abzielt und dass die bodengeophysikalische Untersuchung zuvor die Position und Kontinuität beider Gangstrukturen unter flacher Deckschicht ermittelt hatte.
Die nun vorliegende Mitteilung vertieft diesen Sachverhalt um die konkreten Bohrlängen der Phase 1, die Zahl der Schnitte oberhalb der Ausschlussgrenze sowie den erwarteten Zeitplan für Abschluss und Analyseergebnisse.
Was das für Anleger bedeutet
Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem unter zwei Gesichtspunkten relevant. Erstens zeigt der parallele Einsatz von zwei Bohrgeräten, dass Quimbaya sein Explorationsbudget derzeit auf zwei unterschiedliche Zieltypen verteilt: hochgradige Silber-Gold-Gänge in Tahami South und ein Kupfer-Molybdän-Porphyr-System in Tahami Center. Ein solches Multi-Target-Vorgehen erhöht die Zahl möglicher Nachrichtenpunkte, streut aber auch das Risiko über mehrere geologische Modelle.
Zweitens ist die Datenlage entscheidend. Von den 13 Schnitten oberhalb der Ausschlussgrenze von 0,3 g/t Goldäquivalent waren bislang nur vier öffentlich bekannt. Die neun neuen Schnitte sowie die noch ausstehenden Analyseergebnisse aus Phase 2 dürften den nächsten Bewertungsimpuls liefern. Anleger sollten beachten, dass Bohrergebnisse in der Exploration zunächst nur punktuelle Informationen über ein Gesteinsvolumen liefern und keine Aussage über die Wirtschaftlichkeit eines Projekts treffen.
Die Aktie wird an der Canadian Securities Exchange unter dem Kürzel QIM gehandelt, außerdem im US-Freiverkehr unter QIMGF und an der Frankfurter Börse unter K05. Der zuletzt gemeldete Kurs von 0,37 mit einer Veränderung von 0,02 und einem Volumen von 5,71 spiegelt die geringe Liquidität wider, die für viele Junior-Explorer typisch ist. Diese Kursdaten sind Momentaufnahmen und keine Prognose.
Ausblick
Der Zeitplan des Unternehmens ist klar umrissen: Die Bohrungen der Phase 2 sollen im vierten Quartal 2026 abgeschlossen werden, die Analyseergebnisse werden im ersten Quartal 2027 erwartet. Bis dahin will Quimbaya die Kontinuität und Geometrie der mineralisierten Strukturen in Tahami South bewerten. Parallel läuft das Bohrprogramm am Tahami Center Porphyr-System weiter. Weitere Angaben zu Umfang, Kosten oder zusätzlichen Bohrlöchern der Phase 2 enthält die Mitteilung nicht.
Kurz erklärt
- Diamantbohrung: Ein Bohrverfahren, bei dem ein mit Diamanten besetzter Bohrkronenring Gesteinskerne aus dem Untergrund schneidet, die anschließend geologisch und auf Metallgehalte untersucht werden.
- Goldäquivalent: Eine Rechengröße, die den Gehalt verschiedener Metalle in einem Bohrschnitt zu einem einzigen Goldwert zusammenfasst, damit unterschiedliche Funde vergleichbar werden.
- Gangsystem: Eine Struktur aus mineralisierten Gesteinsgängen, die in Spalten und Verwerfungen des Untergrunds entstanden ist und Erzminerale enthalten kann.
- Porphyr: Ein grobkörniges magmatisches Gestein, das häufig Träger großflächiger Kupfer- und Molybdänvererzungen ist.
