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QIMC: Drei Datensätze konvergieren an verborgener Basement-Struktur in Nova Scotia

Schwerkraft, Aeromagnetik und 526 Heliumproben zeigen dieselbe durch Störungen begrenzte Rampe im Cumberland Basin bei New Salem-Apple River.

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QIMC: Drei Datensätze konvergieren an verborgener Basement-Struktur in Nova Scotia

Québec Innovative Materials Corp. (CSE: QIMC, OTC: QIMCF, FSE: 7FJ) hat die integrierte geophysikalische Interpretation seiner Heliumzonen im Gebiet New Salem-Apple River des Cumberland Basin Project in Nova Scotia veröffentlicht. Die am 22. September 2026 erstmals angekündigten Zonen wurden nun mit regionalen Schwerefeld- und Aeromagnetikdaten zusammengeführt. Das Ergebnis: Heliumanomalien, kartierte Störungszonen und die verborgene Basement-Architektur beschreiben nach Darstellung des Unternehmens eine einzige Struktur.

Das Unternehmen arbeitete dabei erneut mit Professor Marc Richer-Laflèche, Ph.D., vom Institut national de la recherche scientifique (INRS) zusammen. Grundlage ist die Heliumuntersuchung mit 526 Bodenproben. QIMC zufolge weisen damit drei voneinander unabhängige Datensätze auf dieselbe Struktur hin – ein Befund, der laut Unternehmen aus einer Explorationsidee einen neuen Gas-Korridor macht.

Konkret konzentrieren sich die Boden-Gas-Heliumanomalien innerhalb von 1,5 km der Störungen F-I, F-II und F-III. Das bestätigt nach Einschätzung des Unternehmens die direkte strukturelle Kontrolle der Basement-Entgasung im südwestlichen Teil des Cumberland Basin. Anomale Messstellen treten innerhalb von 1,5 km einer kartierten Störung etwa fünfmal häufiger auf als außerhalb von 2 km.

Die Details

Für die Interpretation wurden die Heliumdaten mit dem regionalen Schwerefeld überlagert. Dieses zeigt eine strukturelle Übergangszone zwischen dem Cumberland Basin und den Cobequid Highlands: eine nach Nordwesten eintauchende Rampe zwischen sedimentären Gesteinen niedriger Dichte im Becken und dichtem, älterem Basement. Diese Rampe wirkt als Korridor und fokussiert Gase zur Oberfläche. Die Heliumzonen liegen streng innerhalb dieser Übergangszone.

Die Kippungsableitungsverarbeitung (Tilt-derivative processing) der Aeromagnetikdaten lokalisiert zusätzlich einen magnetischen Intrusionskörper von etwa 10 km × 2 km unterhalb der Zonen B und C entlang der Störung F-III. Diese magnetische Quelle gilt als wahrscheinliche tiefe Quelle der an der Oberfläche beobachteten Entgasung. Die Störung F-III verläuft entlang der Kante des Körpers, und beide Zonen treten dort auf, wo die Störung knickt oder Querstrukturen schneidet.

Eine Tilt-Tiefenanalyse derselben Daten verortet die Oberkante des magnetischen Basements bei grob 600 bis 750 Metern unterhalb von Zone C und bei 900 bis 1.000 Metern unterhalb von Zone B. Diese Schätzungen sind indikativ und mit einer Unsicherheit von ±20 bis 30 Prozent behaftet, bis sie durch Seismik und Bohrungen kalibriert werden.

Die Breite der Anomalkorridore um die Störungen deutet auf poröse und permeable Gesteine in den Sektoren New Salem und Apple River hin. Nach Einschätzung der Geologen ist dies ein essenzielles Element für die Bildung eines Reservoirs für Wasserstoff, Helium oder Erdgas.

Die Probenahme konzentrierte sich auf den südwestlichen Teil des Beckens, eine Region, die zuvor im Wesentlichen unerforscht geblieben war. Das Untersuchungsgebiet wird von den drei Störungen F-I, F-II und F-III durchkreuzt, die sich ostwärts mit der North Cobequid-Störungszone vereinigen. Die Daten zeigen Anomalien hauptsächlich innerhalb der Cumberland Group (Ragged Reef Formation), aber auch südlich der North Cobequid-Störung in sedimentären Einheiten der Rapid Brook Formation (Horton Group). Das weist sowohl auf eine tiefe Herkunft des Heliums aus granitischem Basement als auch auf eine regionale strukturelle Kontrolle hin. Der devono-karbonische Granit (DCg) liegt 1,5 bis 2 km südöstlich von Zone C.

Als anomale Stationen gelten Messpunkte mit mehr als 5,48 ppmv. Helium dient dabei als geochemischer Tracer, weil es von biogeochemischen Reaktionen in Böden unbeeinflusst bleibt und selbst subtile Konzentrationsschwankungen auf Änderungen des diffusen Flusses hinweisen. Damit dokumentiert es die Prozesse, durch die Gase sich durch das Material der kontinentalen Kruste ausbreiten.

Das geologische Modell: Kristallines Basement ist effektiv undurchlässig. Gas, das darin oder darunter erzeugt wird, migriert entlang der Basement-Sediment-Grenzfläche zum flachen Rand des Beckens und entweicht, wo regionale Störungen die Decke durchbrechen. Bei New Salem-Apple River bildet das Schwerefeld diese ansteigende Grenzfläche als Rampe ab, die Aeromagnetik zeigt einen diskreten Basement-Block, dessen Kante die Störung F-III folgt, und das Helium erreicht die Oberfläche genau dort, wo die Störungen knicken oder entlang dieser Kante schneiden. QIMC verweist darauf, dass diese Konfiguration aus Basement-Rampe und Störung derjenigen ähnelt, die die Heliummigration in produzierenden Helium-Provinzen international fokussiert.

Bei New Salem-Apple River handelt es sich nach Darstellung des Unternehmens um ein konventionelles Gassystem – natürliche Migration entlang von Störungen in strukturelle Fallen in geringer Tiefe. Hydraulische Frakturierung oder eine andere Form der Reservoirstimulation setzt QIMC in Nova Scotia nicht ein und beabsichtigt dies auch nicht.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 22.09.2026 berichtete aktien.news, dass QIMC drei kohärente Heliumzonen identifiziert und sein Seismikprogramm in Nova Scotia erweitert hat. Damals umfasste das Helium-Boden-Gas-Programm 526 Proben und erweiterte die Heliumdatenbank des Unternehmens im Distrikt von bisher 28 auf insgesamt 554 Proben. Alle Proben wurden unabhängig von der GeoFrontiers Corporation aus Wichita Falls, Texas, analysiert.

Am 14.09.2026 meldete aktien.news den Start eines rund 42 Linienkilometer umfassenden 2D-Seismikprogramms entlang des Bennett Hill-Apple-River-Korridors. Als seismischer Auftragnehmer fungiert das in Calgary ansässige Unternehmen Echo Seismic Ltd., während das in Halifax beheimatete Strum Consulting die HSE- und Umweltüberwachung sowie die Feldkoordination übernimmt. Das Programm in Nova Scotia ist der größere Teil einer kombinierten 2D-Seismikkampagne von insgesamt rund 78 Linienkilometern, die das Unternehmen am 8. September 2026 angekündigt hatte.

Am 05.08.2026 berichtete aktien.news, dass QIMC die höchsten Oberflächen-Wasserstoffwerte seiner Geschichte verzeichnet. Die stärkste Bodengas-Probe aus dem neu definierten Gebiet „Allen Hill-South Branch Road“ lieferte einen Feldmesswert von 1,4 % H₂, was rund 14.000 ppm entspricht.

Am 11.08.2026 folgte die Meldung einer Rekordkonzentration von 23,5 % H₂ aus den ersten 300 Metern des laufenden Diamantbohrlochs DDH-26-05 auf dem Bennett Hill Natural Hydrogen Projekt. Der bisherige Unternehmensrekord von 24,3 % H₂ wurde erst in 707 Metern Tiefe im Bohrloch DDH-26-04 erreicht – DDH-26-05 kommt diesem Wert also in weniger als einem Viertel der Tiefe nahe. Die Ergebnisse stammen aus 192 gültigen Messungen über 91 beprobte Tiefen in nominalen 3-Meter-Intervallen.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem eine Bestätigung des methodischen Ansatzes. Drei unabhängige Datensätze – Schwerefeld, Aeromagnetik und Boden-Gas-Heliumgeochemie – stützen dasselbe Strukturmodell. Das Unternehmen selbst ordnet den Standort in die Nähe früherer Wasserstoffergebnisse ein: Das Zielgebiet liegt in 600 bis 1.000 Metern Tiefe, also in denselben Tiefen, in denen QIMC am Bennett Hill 24 bis 30 Prozent reinen natürlichen Wasserstoff geschnitten hat.

Anleger sollten beachten, dass die Tiefenschätzungen aus der Tilt-Analyse ausdrücklich indikativ sind und erst durch Seismik und Bohrungen kalibriert werden müssen. Aus der Struktur allein ergibt sich noch kein produzierbares Reservoir. Die Angaben zur Porosität und Permeabilität sind aus der Breite der Anomalkorridore abgeleitet, nicht aus direkten Gesteinsmessungen. Eine Kauf- oder Verkaufsempfehlung lässt sich daraus nicht ableiten.

Ausblick

Für die nächste Phase des Explorationsprogramms hat QIMC sein Seismikprogramm in Nova Scotia um etwa 8,5 Linienkilometer 2D-Seismik erweitert. Damit umfasst das Programm nun insgesamt rund 50 Kilometer. Ein Teil davon ist den neuen Heliumanomalien gewidmet, darunter ein nord-südlich verlaufendes Segment über Zone C hinweg, das die Störung, die Basement-Rampe und den Hanging-Wall-Bereich in einem einzigen seismischen Profil abbilden soll.

Zusätzlich will das Unternehmen weitere Boden-Gas-Surveys mit breiterem Spektrum durchführen, einschließlich C1-C4-Kohlenwasserstoffen, quer durch den New Salem-Apple River-Fairway. Die Auswertung der C1-C4-Kohlenwasserstoffergebnisse läuft derzeit.

Kurz erklärt

  • ppmv: Teile pro Million Volumen, eine Maßeinheit für die Konzentration eines Gases in einem Gasgemisch.
  • Aeromagnetik: Messung des Erdmagnetfelds aus der Luft, mit der magnetische Gesteinskörper im Untergrund kartiert werden.
  • Tilt-derivative processing: Verfahren, das die Ränder magnetischer oder Schwerefeld-Quellen im Untergrund schärfer abbildet.
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