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Homeland Nickel und Westwin schließen verbindliche Nickel-Abnahmevereinbarung für Red Flat

Der kanadische Explorer Homeland Nickel sichert sich mit Westwin Elements einen Abnehmer für geschätzt 20.000 Tonnen Nickelsulfatkonzentrat pro Jahr aus dem Red-Flat-Projekt.

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Homeland Nickel und Westwin schließen verbindliche Nickel-Abnahmevereinbarung für Red Flat

Homeland Nickel Inc. (TSXV: SHL, OTC: SRCGF; OTCQB: SRCGF) hat eine verbindliche Abnahmevereinbarung mit Westwin Elements Inc. unterzeichnet. Die Vereinbarung betrifft das Red-Flat-Nickelprojekt im Süden des US-Bundesstaats Oregon. Über finanzielle Details des Vertrags machte das Unternehmen in seiner Mitteilung keine Angaben.

Die Vereinbarung soll Westwin geschätzte 20.000 Tonnen Nickelsulfatkonzentrat pro Jahr liefern, das Homeland auf seinem Red-Flat-Grundstück abbaut und aufbereitet. Für Westwin ist es die erste bergbaunahe, inländische Quelle für Nickel für seine zukünftige, phasenweise voll skalierende Raffinerie. Damit ergänzt der Vertrag die bestehenden langfristigen Liefervereinbarungen des Unternehmens.

Westwin erhält zwar ein exklusives Abnahmerecht für Red Flat, kann aber auch von Abnahmeverträgen mit anderen Grundstücken von Homeland profitieren. Klarstellend heißt es, dass der Vertrag oder andere künftige definitive Vereinbarungen nicht dazu bestimmt sind, Westwins bestehende Rohstoffbeziehungen oder -vereinbarungen mit Dritten zu ersetzen, zu ändern oder anderweitig zu beeinflussen.

Die Details

Der Ablauf bis zu einer möglichen Förderung ist klar gestaffelt. Homeland wird zunächst seine aktualisierte Schätzung der Mineralressourcen (MRE) und eine vorläufige wirtschaftliche Analyse (PEA) abschließen. Sobald Westwin mit den Ergebnissen der PEA zufrieden ist, will Westwin eine bankfähige Machbarkeitsstudie (BFS) vollständig finanzieren. Diese umfasst die Erlangung von Genehmigungen, Bohrungen, Umweltverträglichkeitsprüfungen und eine detailliertere Wirtschaftlichkeitsanalyse.

Homeland-CEO Steve Balch ordnet den Zeitplan nüchtern ein: „Wir haben noch einen langen Weg vor uns, bevor wir bei Red Flat abbauen können. Unsere aktualisierte MRE ist in Arbeit und erfordert keine weiteren Genehmigungen oder Bohrungen zur Fertigstellung. Dasselbe gilt für die PEA. Wir erwarten, Westwin diese Berichte im ersten oder zweiten Quartal 2027 vorzulegen. Westwin hat 90 Tage Zeit, die Berichte zu prüfen und mit ihrer BFS zu beginnen.“

Kaleigh Long, Gründerin und CEO von Westwin, verweist auf die strategische Dimension: „Dieser Vertrag ist ein wichtiger Schritt hin zu einer sicheren, vollständig inländischen Nickel-Lieferkette. Indem wir die zukünftige Nickelproduktion aus Homelands Red-Flat-Grundstück in Oregon mit Westwins Raffineriekapazität in den USA verbinden, können wir amerikanische Ressourcen in hochreines Nickel umwandeln, von dem die Hersteller und die Verteidigungsindustrie unseres Landes abhängen.“

Das Red-Flat-Nickelgrundstück liegt 15 km südöstlich von Gold Beach, Oregon, und umfasst 84 Lagerstätten-Bergbaulizenzen mit einer Gesamtfläche von 2.015 Acres. Erreichbar ist es über den Küsten-Highway 101, weiter auf dem Hunter Creek Road und dann auf der Forest Service Road 3680. Lokale Straßensysteme ermöglichen den Zugang zu den meisten Teilen des Grundstücks.

Bei den Ressourcen handelt es sich um historische Angaben: Red Flat verfügt über eine historische Ressource von 18,8 Millionen Tonnen mit einem Gehalt von 0,84 % Nickel, darunter 10,4 Millionen Tonnen gemessener und angezeigter Ressource mit einem Gehalt von 0,88 % Nickel. Garnierit ist auf dem Grundstück vorhanden, und der Nickelgehalt der Gesteinskomponente ist leicht höher als der des Bodens; die gemessene Ressource aus Gestein weist einen Gehalt von 1,05 % Nickel auf (über 2,3 Millionen Tonnen). Der Cut-off-Grade der Ressource beträgt 0,7 % Nickel. Nicht in der historischen Ressource offengelegt wurde eine signifikante Kobalt-Komponente, die in den ursprünglichen Explorationsarbeiten von 2007 bis 2009 analysiert, aber nie veröffentlicht wurde.

Red Flat befindet sich auf Bundesland, das vom Bureau of Land Management (BLM) verwaltet wird. Für das Betreten des Grundstücks mit schwerem Gerät sind Genehmigungen des United States Forest Service (USFS) erforderlich. Zusätzliche Genehmigungen des Department of Geology and Mineral Industries (DOGAMI) werden nötig, wenn tiefer als 50 Fuß gebohrt oder mehr als 1 Acre gestört wird.

Hintergrund: Was bisher geschah

Bereits am 14. Mai 2026 hatten Homeland und Westwin ein nicht bindendes Memorandum of Understanding (MOU) unterzeichnet. Anschließend besuchten Homeland-CEO Steve Balch und Jeffrey Strobel, CEO von Patriot Nickel Corp., die Pilotanlage von Westwin in Lawton, Oklahoma. Seitdem suchten Homeland und Westwin nach Möglichkeiten zur Zusammenarbeit, um sicherzustellen, dass Westwin eine inländische Nickelquelle für ihre geplante voll skalierende Raffinerie hat.

Am 15.09.2026 berichtete aktien.news, dass Homeland Nickel seine zuvor angekündigte, nicht über Broker abgewickelte Private-Placement-Finanzierung vollständig gezeichnet hatte. Die Platzierung von bis zu 8.000.000 Einheiten zum Preis von 0,38 CAD pro Einheit brachte dem Unternehmen aggregierte Bruttoerlöse in Höhe von rund 3.040.000 CAD ein. Jede Einheit besteht aus einer gewöhnlichen Aktie von Homeland Nickel sowie einem halben Kaufrecht auf eine gewöhnliche Aktie.

Am 18.09.2026 meldete aktien.news weitere Fortschritte bei den US-Nickelprojekten: Der United States Forest Service (USFS) hatte den Betriebsplan (OpPlan) für ein Sonic-Bohrprogramm am Red Flat Nickel Project angenommen. Das Verfahren ging nun in die NEPA-Umweltverträglichkeitsprüfung und die kulturelle Überprüfung, die beide bereits weit fortgeschritten waren. Parallel sollte der überarbeitete OpPlan für das Cleopatra Nickel Project in der kommenden Woche beim USFS eingereicht werden. Homeland hatte zudem die Nachbereitung historischer Daten an beiden Standorten abgeschlossen, was die qualifizierte Fachperson (Qualified Person) des Unternehmens unterstützt.

Was das für Anleger bedeutet

Für deutsche Privatanleger ist die Meldung vor allem ein Zwischenschritt in einer noch jungen Projektentwicklung. Die Vereinbarung sichert Homeland einen potenziellen Abnehmer, ersetzt aber nicht die noch ausstehenden technischen und wirtschaftlichen Nachweise. Der Vertrag ist an Bedingungen geknüpft: Erst nach Abschluss von MRE und PEA sowie der Zufriedenheit Westwins mit den PEA-Ergebnissen soll Westwin die bankfähige Machbarkeitsstudie finanzieren.

Bemerkenswert ist die Struktur: Westwin erhält ein exklusives Abnahmerecht für Red Flat und will zugleich sicherstellen, dass die eigenen bestehenden Rohstoffbeziehungen zu Dritten unberührt bleiben. Homeland wiederum kann zusätzliche Abnahmeverträge für andere eigene Grundstücke abschließen. Die Aktie von Homeland Nickel wird an der TSX Venture Exchange unter dem Symbol „SHL“ und am OTCQB als SRCGF gehandelt. Anleger sollten beachten, dass es sich bei den genannten Ressourcen um historische Angaben handelt, die das Unternehmen ausdrücklich nicht als aktuelle Mineralressourcen oder Mineralreserven behandelt.

Ergänzend lohnt ein Blick auf das Portfolio: Homeland Nickel ist ein kanadisches Mineralexplorationsunternehmen mit neun Nickelprojekten in Oregon, darunter zwei mit historischen Ressourcen. Allein das Cleopatra-Grundstück enthält eine historische Ressource von etwa 40 Mio. t Laterit mit einem Gehalt von 0,93 % Nickel. Viele dieser Angaben sind historisch und noch nicht durch aktuelle technische Arbeiten bestätigt.

Ausblick

Homeland erwartet, Westwin die aktualisierte MRE und die PEA im ersten oder zweiten Quartal 2027 vorzulegen. Westwin hat dann 90 Tage Zeit, diese Berichte zu prüfen und mit ihrer BFS zu beginnen. Die BFS soll Westwin vollständig finanzieren. Sollte sie zu einem positiven Ergebnis führen, wäre damit der Weg zu einer späteren Förderung geebnet – bis dahin sind jedoch noch Genehmigungen, Bohrungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen zu absolvieren.

Das Unternehmen weist zudem darauf hin, dass die historischen Ressourcen bis zum Abschluss einer technischen Due Diligence nicht als aktuelle Ressourcen gelten. Zukünftige Arbeiten würden sich darauf konzentrieren, abgeleitete Ressourcen in gemessene und angezeigte Ressourcen aufzuwerten und die Ressourcen durch Tonnage zu erweitern, da beide Ressourcen in der Tiefe offen sind.

Kurz erklärt

  • Abnahmevertrag: Verbindliche Vereinbarung, in der ein Abnehmer die künftige Lieferung eines Rohstoffs zusagt.
  • MRE (Mineralressourcenschätzung): Technische Schätzung von Menge und Gehalt des verwertbaren Materials in einer Lagerstätte.
  • Bankfähige Machbarkeitsstudie (BFS): Detaillierte Studie als Grundlage für Finanzierungsentscheidungen von Banken und Investoren.
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