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Paretos KI optimiert Lieferketten im Einzelhandel

Edeka, Otto und Armedangels sparen Kosten und reduzieren unverkaufte Waren

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Paretos KI optimiert Lieferketten im Einzelhandel

Immer mehr Händler im deutschen Einzelhandel setzen auf die Software des Start-ups Paretos, um ihre Lieferketten effizienter zu gestalten. Unternehmen wie Edeka, Otto und Armedangels nutzen die KI-basierte Lösung, um Bestellprozesse, Lagerverwaltung und Logistik zu optimieren. So konnte Edeka etwa den Aufwand für die Warenverteilung verringern und gleichzeitig Kosten sparen. Die Software analysiert kontinuierlich Daten und bietet Vorschläge, um Lieferwege und Lagerbestände zu verbessern, was auch dazu beiträgt, weniger unverkaufte Waren zu haben.

Paretos sieht sich selbst als Anbieter von „Decision Intelligence“. Diese Technologie ermöglicht es Unternehmen, große Datenmengen zu analysieren und automatisiert Prognosen zu erstellen. Damit lassen sich beispielsweise Absatzmengen präzise voraussagen, was besonders für Händler wie die Otto Group von Vorteil ist. Dort kommt die Software bei der Tochterfirma Lascana zum Einsatz, um Nachbestellungen von Tausenden Artikeln zu automatisieren, was zu präziseren Entscheidungen und gesunkenen Logistikkosten führt. Auch Armedangels, ein Spezialist für nachhaltige Mode, konnte durch den Einsatz der KI den Lagerbestand optimieren und produziert nun 40.000 Kleidungsstücke weniger pro Jahr, die ansonsten mit hohen Rabatten verkauft werden müssten.

Das junge Unternehmen Paretos, das 2020 von Thorsten Heilig und Fabian Rang in Heidelberg gegründet wurde, hat kürzlich eine weitere Finanzierungsrunde abgeschlossen. Unter der Leitung von Acton Capital investierten mehrere Geldgeber insgesamt 8,5 Millionen Euro, darunter auch Bestandsinvestoren wie UVC Partners und LEA Partners. Diese Mittel sollen in die Weiterentwicklung der Software fließen. Laut Paretos-CEO Heilig bietet die Technologie den Vorteil, dass die Implementierung bei den Kunden einfach ist, sofern deren Daten digital vorliegen. Das Lizenzmodell der Software ermöglicht einen kostengünstigen Einstieg, erfordert jedoch eine Vorfinanzierung, die durch die neue Finanzierung gesichert werden soll.

Trotz der Expansionsmöglichkeiten plant Paretos aktuell keine Ausweitung in weitere europäische Märkte. Heilig betont, dass der deutschsprachige Markt noch ausreichend Potenzial biete und das Unternehmen sich deshalb in den kommenden zwei Jahren auf diese Region konzentrieren will. Dabei hebt er hervor, dass der Einsatz von Künstlicher Intelligenz inzwischen nicht mehr die Frage ist, ob sie genutzt wird, sondern wie und wann.

Das Marktforschungsinstitut Gartner zählt Paretos zu den führenden europäischen Unternehmen im Bereich Decision Intelligence und sieht großes Wachstumspotenzial. Schätzungen zufolge soll sich der Markt für diese Art von KI-Anwendungen bis 2030 vervierfachen. Die Krise der letzten Jahre hat laut Heilig die Nachfrage zusätzlich angekurbelt, da Unternehmen zunehmend gezwungen sind, ihre Prozesse effizienter zu gestalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

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