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Palantir übertrifft Erwartungen mit 70% Umsatzwachstum im vierten Quartal

KI-Softwareanbieter profitiert von starker Nachfrage aus Verteidigung und US-Behörden – Aktie dennoch unter Druck

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Palantir übertrifft Erwartungen mit 70% Umsatzwachstum im vierten Quartal

Palantir Technologies hat im vierten Quartal 2025 die Erwartungen der Wall Street deutlich übertroffen. Der Umsatz des KI-Softwareanbieters stieg um 70 Prozent auf 827,5 Millionen US-Dollar im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr meldete das in Denver ansässige Unternehmen Erlöse von 4,48 Milliarden Dollar.

Besonders stark entwickelten sich die US-Geschäftsbereiche: Die Umsätze mit Regierungskunden kletterten auf 570 Millionen Dollar, während das kommerzielle Geschäft 507 Millionen Dollar einbrachte. Beide Bereiche übertrafen die Analystenprognosen deutlich. CEO Alex Karp bezeichnete die Zahlen im CNBC-Interview als "unbestreitbar die besten Ergebnisse, die mir in der Technologiebranche im letzten Jahrzehnt bekannt sind".

Der Nettogewinn explodierte von 79 Millionen Dollar im Vorjahr auf über 608 Millionen Dollar – ein Anstieg von 24 Cent auf 3 Cent je Aktie. Das Unternehmen profitiert dabei massiv vom KI-Boom und der steigenden Nachfrage nach Datenanalyse-Tools in Behörden und Unternehmen.

Optimistische Prognose für 2026

Für das laufende erste Quartal erwartet Palantir Umsätze zwischen 1,532 und 1,536 Milliarden Dollar – deutlich über den Analystenschätzungen von 1,32 Milliarden Dollar. Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Unternehmen Erlöse zwischen 7,182 und 7,198 Milliarden Dollar an, während Analysten nur 6,22 Milliarden Dollar prognostiziert hatten.

Die US-Regierung bleibt ein Wachstumstreiber mit einem Plus von 66 Prozent. Karp betonte, die Nachfrage sei so stark, dass Palantir den Verkauf neuer Produkte an verbündete Staaten zurückgestellt habe. Das Unternehmen konzentriere sich zunächst auf den US-Markt.

Besonders lukrativ sind Verträge mit dem Verteidigungsministerium. Im Sommer 2025 sicherte sich Palantir einen Deal mit der US Army über bis zu 10 Milliarden Dollar. Im Dezember folgte eine 448-Millionen-Dollar-Vereinbarung mit der US Navy zur Beschleunigung der Schiffbauproduktion.

Kommerzielles Geschäft verdoppelt sich

Die gewerblichen US-Umsätze haben sich mehr als verdoppelt, während der verbleibende Auftragswert um 145 Prozent auf 4,38 Milliarden Dollar zulegte. Eine strategische Partnerschaft mit Nvidia, dem führenden KI-Chiphersteller, soll das Wachstum weiter befeuern.

Trotz der Rekordergebnisse steht Palantir in der Kritik. Die Zusammenarbeit mit der US-Einwanderungs- und Zollbehörde ICE sorgte für Kontroversen, nachdem Bundesagenten in Minneapolis zwei Demonstranten erschossen hatten. Zudem äußern Wall-Street-Analysten Bedenken wegen der hohen Bewertung – die Aktie fiel 2026 bereits um 15 Prozent.

Investorenlegende Michael Burry setzte im November auf fallende Kurse bei Palantir und Nvidia. Karp konterte damals scharf und sprach von "Marktmanipulation". Dennoch bleibt die bei Privatanlegern beliebte Aktie volatil, nachdem sie im Vorjahr um 81 Prozent zugelegt hatte.

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