Hubbell steigert Gewinn um 15% dank KI-Rechenzentrum-Boom
Elektronikhersteller profitiert von weltweiter Nachfrage nach Rechenzentrums-Infrastruktur und übertrifft Analystenschätzungen.

Der US-amerikanische Elektronikhersteller Hubbell hat im vierten Quartal 2025 einen bereinigten Gewinn von 4,73 US-Dollar je Aktie erzielt und damit die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im Vorjahreszeitraum hatte das Unternehmen noch 4,13 Dollar pro Aktie verdient. Die Konsensschätzung lag bei 4,70 Dollar je Aktie.
Der Gesamtumsatz des in Shelton, Connecticut, ansässigen Konzerns kletterte um 11,9 Prozent auf 1,49 Milliarden US-Dollar. Besonders stark entwickelte sich das Segment Elektrotechnik, das Produkte für Transport, Rechenzentren und die Schwerindustrie herstellt. Hier verzeichnete Hubbell einen Umsatzanstieg von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal.
Rechenzentren als Wachstumstreiber
Die starke Nachfrage nach Rechenzentrumsprodukten ist das Ergebnis massiver Investitionen in Technologien der künstlichen Intelligenz. Weltweit bauen Unternehmen ihre Rechenkapazitäten aus, um KI-Anwendungen zu betreiben. Hubbell profitiert davon mit seinen Verkabelungs- und Beleuchtungssystemen, die für den Betrieb moderner Rechenzentren unverzichtbar sind.
Der Boom im Rechenzentrumsgeschäft zeigt sich auch in den Auftragsbüchern anderer Infrastruktur-Zulieferer. Die Branche erwartet für die kommenden Jahre weiteres Wachstum, da die Digitalisierung und der Einsatz von KI-Technologien weiter zunehmen werden.
Prognose liegt unter Erwartungen
Für das Gesamtjahr 2026 rechnet Hubbell mit einem bereinigten Gewinn zwischen 19,15 und 19,85 US-Dollar je Aktie. Die Mittelpunkt-Prognose von 19,50 Dollar liegt damit leicht unter der Analystenschätzung von 19,82 Dollar pro Aktie. Das Unternehmen begründet die vorsichtige Prognose mit Unsicherheiten im makroökonomischen Umfeld.
Trotz der konservativen Ausblicks bleibt Hubbell optimistisch für das Rechenzentrumsgeschäft. Die langfristigen Wachstumstreiber durch KI-Investitionen und die Modernisierung der Infrastruktur bleiben intakt. Analysten bewerten die Aktie mehrheitlich positiv und sehen weiteres Kurspotenzial.
