OpenAI kauft Cybersicherheits-Startup Promptfoo für KI-Agenten-Sicherheit
Der ChatGPT-Entwickler übernimmt das auf KI-Sicherheitstests spezialisierte Startup und integriert dessen Tools in seine Agenten-Plattform.

OpenAI hat die Übernahme des Cybersicherheits-Startups Promptfoo bekanntgegeben. Das Unternehmen entwickelt Tools zum Testen und Absichern komplexer KI-Systeme. Über den Kaufpreis machte OpenAI keine Angaben, bestätigte jedoch, dass das gesamte Team von Promptfoo zu OpenAI wechseln wird.
Die Sicherheitstools von Promptfoo sollen in die sogenannte Frontier-Plattform von OpenAI für KI-Agenten integriert werden. Damit will das von Sam Altman geführte Unternehmen die Sicherheit seiner zunehmend komplexen KI-Systeme stärken. OpenAI betonte zudem, das populäre Open-Source-Projekt von Promptfoo weiterzuführen, das Entwicklern den Vergleich großer Sprachmodelle wie ChatGPT, Claude von Anthropic und Gemini von Google ermöglicht.
Promptfoo wurde zuletzt im Juli 2024 mit einer Series-A-Finanzierungsrunde von 18,4 Millionen US-Dollar unterstützt, angeführt von Insight Partners und mit Beteiligung von Andreessen Horowitz. Das Startup beschäftigt elf Mitarbeiter und hat laut Pitchbook insgesamt rund 22,68 Millionen US-Dollar eingesammelt. Die Post-Money-Bewertung lag zuletzt bei 85,5 Millionen US-Dollar.
OpenAIs wachsende Übernahmestrategie
Die Akquisition reiht sich in eine Serie von Zukäufen ein, mit denen OpenAI seine Position im hart umkämpften KI-Markt festigt. Im Januar erwarb das Unternehmen das Gesundheitstechnologie-Startup Torch für rund 60 Millionen US-Dollar. Zuvor hatte OpenAI bereits das Startup Software Applications übernommen, das eine KI-Schnittstelle namens Sky für Apple-Mac-Nutzer entwickelt hatte.
Im Februar stellte OpenAI außerdem Peter Steinberger ein, den Entwickler des bekannten OpenClaw-Tools, das Entwicklern die Erstellung von KI-Agenten erleichtert. Mit diesen gezielten Akquisitionen und Personalgewinnen baut OpenAI seine technologische Infrastruktur systematisch aus. Hauptkonkurrenten wie Anthropic, Google und Meta investieren ebenfalls massiv in den KI-Bereich.
Für deutsche Anleger und Technologiebeobachter ist die Übernahme ein weiteres Signal dafür, dass Sicherheit und Zuverlässigkeit von KI-Systemen zunehmend in den Fokus rücken. Gerade beim Einsatz von KI-Agenten, die eigenständig Aufgaben ausführen, gewinnen robuste Testmethoden und Sicherheitsmechanismen an Bedeutung. OpenAI positioniert sich damit frühzeitig als Anbieter vertrauenswürdiger KI-Infrastruktur.
