Bain Capital schließt Rekord-Asienfonds über 10,5 Milliarden Dollar ab
Der US-Investor steht kurz vor dem finalen Closing seines bislang größten auf Asien ausgerichteten Beteiligungsfonds.
Bain Capital steht kurz vor dem Abschluss eines Rekordfonds für Asien-Investitionen im Volumen von 10,5 Milliarden Dollar. Wie Insider berichten, hat die in Boston ansässige Investmentgesellschaft bereits 9 Milliarden Dollar von institutionellen Investoren – sogenannten Limited Partners – eingesammelt. Weitere 1,5 Milliarden Dollar will Bain Capital als eigenes Eigenkapital beisteuern.
Damit übertrifft der neue Fonds das bisherige panasiatische Vehikel der Gesellschaft deutlich: 2023 hatte Bain Capital im Rahmen seines fünften panasiatischen Buyout-Fonds noch 7,1 Milliarden Dollar eingeworben. Das Unternehmen selbst lehnte eine Stellungnahme ab. Bloomberg hatte am Dienstag erstmals über die Fundraising-Summe berichtet.
Parallel dazu hat Bain Capital rund 2 Milliarden Dollar für einen separaten Buyout-Fonds aufgebracht, der gezielt auf Mid-Cap-Transaktionen in Japan ausgerichtet ist. Dies unterstreicht die besondere Bedeutung des japanischen Marktes für die Gesellschaft, die seit zwei Jahrzehnten in japanische Unternehmen investiert.
Vorzeigegeschäfte in Japan und Asien
Zu den bekanntesten Investments von Bain Capital in der Region zählen der 18 Milliarden Dollar schwere Buyout des Speicherchip-Geschäfts der Toshiba Corp sowie die 5,5 Milliarden Dollar teure Übernahme von York Holdings, dem Nicht-Kerngeschäft des japanischen Handelskonzerns Seven & i Holdings. Neben Japan verfügt das Unternehmen auch über eine starke Präsenz in Greater China und Indien.
Das erfolgreiche Fundraising spiegelt das anhaltend starke Interesse institutioneller Investoren an der Asien-Region wider – trotz globaler Marktvolatilität und geopolitischer Unsicherheiten. Insbesondere Japan gilt derzeit als attraktiver Markt für Private-Equity-Investoren, da Unternehmensreformen und veränderte Kapitalstrukturen neue Buyout-Möglichkeiten eröffnen.
Wettbewerb um Asien-Kapital nimmt zu
Der Fonds von Bain Capital reiht sich in eine wachsende Zahl von Mega-Fonds ein, die globale Investmentgesellschaften für die Asien-Region auflegen. Der schwedische Finanzinvestor EQT hat sich bereits Zusagen von 11,4 Milliarden Dollar für seinen neuen asiatischen Buyout-Fonds gesichert und peilt bis Ende 2026 eine Obergrenze von 14,5 Milliarden Dollar an.
Auch Blackstone hat laut Insidern mehr als 10 Milliarden Dollar für seinen dritten asiatischen Private-Equity-Fonds eingesammelt, der auf maximal 12,5 Milliarden Dollar begrenzt ist. KKR hat unterdessen mit dem Fundraising für seinen fünften Asien-Fonds begonnen und strebt dabei ein Volumen von 15 Milliarden Dollar an – ein Zeichen dafür, dass der Wettbewerb um Kapital und attraktive Übernahmeziele in der Region weiter zunimmt.
