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OpenAI erwägt Finanzierungsrunde mit 1,2 Billionen Dollar Bewertung

KI-Unternehmen plant weitere private Kapitalbeschaffung vor dem geplanten Börsengang ab 2027.

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OpenAI erwägt Finanzierungsrunde mit 1,2 Billionen Dollar Bewertung

OpenAI führt nach Informationen der Financial Times frühe Gespräche mit Investoren über eine weitere private Finanzierungsrunde. Der Hersteller von ChatGPT strebt dabei eine Bewertung von 1,2 Billionen US-Dollar an, bevor der geplante Börsengang stattfindet. Das Unternehmen will damit den Erfolg seiner neuesten KI-Modelle nutzen.

Erst im März hatte OpenAI 122 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 852 Milliarden US-Dollar – inklusive des neuen Kapitals – eingesammelt. Nun diskutiert das Unternehmen mit großen Unterstützern über eine frische Kapitalbeschaffung, die den Wert auf rund 1,2 Billionen US-Dollar erhöhen würde, wie mit der Angelegenheit vertraute Personen berichten.

Gespräche noch in frühem Stadium

Die Gespräche mit Investoren befinden sich allerdings noch in einem frühen Stadium. Die genannte Zahl könnte sich in den kommenden Monaten noch ändern, fügten die Personen hinzu. Ob die private Runde tatsächlich durchgeführt wird und wann sie stattfinden soll, hängt maßgeblich davon ab, wann OpenAI sich für einen Börsengang entscheidet.

Bemerkenswert ist, dass die Gespräche nicht vom Unternehmen selbst, sondern von den Investoren initiiert wurden. Chief Executive Sam Altman erklärte am Samstag, ein Börsengang sei unwahrscheinlich vor 2027. Bereits zuvor hatte er betont, es wäre ein „unkluger Moment“, an die Börse zu gehen, angesichts steigender Bedenken bezüglich der existenziellen Risiken durch Künstliche Intelligenz.

Erneute Nachfrage nach neuen KI-Modellen

Altmans Unternehmen versucht, die wiedererstarkte Nachfrage nach seinen Produkten zu nutzen. Diese ist nach der Veröffentlichung der neuesten Modelle GPT-5 und GPT-6 im Juli sowie Astra Anfang dieses Monats entstanden. Die neuen Modelle haben das Umsatzwachstum des Unternehmens nach einem relativ verhaltenen Jahresstart deutlich angekurbelt.

Der jährlich wiederkehrende Umsatz der Gruppe überschritt im vergangenen Monat die Marke von 40 Milliarden US-Dollar. Dies folgte auf einen Sprung von 20 Prozent nach dem Launch von GPT-5 und GPT-6, so eine mit der Angelegenheit vertraute Person.

Wettbewerb mit Anthropic

Derweil zieht der Konkurrent Anthropic an OpenAI vorbei. Das Unternehmen erreichte eine Bewertung nach Geldzufluss von 965 Milliarden US-Dollar, während Investoren die Richtung und den Preis von OpenAI hinterfragten. Anthropic wird auf bereinigter Basis voraussichtlich im zweiten Quartal in Folge profitabel sein, wie die FT berichtete. Es wird erwartet, dass Anthropic bereits im Oktober zu einer Bewertung von rund 2 Billionen US-Dollar an die Börse geht.

OpenAI hatte seinen IPO-Prospekt im Juni vertraulich eingereicht, den Zeitpunkt des Börsengangs seither jedoch verschoben. Eine weitere private Finanzierungsrunde würde langjährigen Unterstützern wie SoftBank und Thrive Capital die Möglichkeit geben, ihre Beteiligung am Unternehmen zu erhöhen. Allerdings würde dies wahrscheinlich ihre Wartezeit auf die großen Auszahlungen, die sie von einem Börsengang erwarten, verlängern.

Kapitalbedarf bleibt hoch

„OpenAI braucht Kapital“, sagte eine der mit der Angelegenheit vertrauten Personen und bezog sich auf die Milliardenbeträge, die das Unternehmen in den letzten Jahren für das Training seiner Modelle ausgegeben hat. Das Start-up, das im vergangenen Jahr 34 Milliarden US-Dollar ausgab, besteht allerdings darauf, nach der Kapitalbeschaffung im März über ausreichende Ressourcen zu verfügen.

Die Entwicklung zeigt, wie dynamisch der Markt für Künstliche Intelligenz derzeit ist. Während OpenAI weiterhin auf privates Kapital setzt, drängt der Wettbewerber Anthropic bereits an die Börse. Für Anleger bleibt abzuwarten, ob die hohen Bewertungen der KI-Unternehmen langfristig gerechtfertigt sind.

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