Fünf neue Rechenzentren für künstliche Intelligenz
OpenAI, Oracle und SoftBank investieren Milliarden in US-Großprojekt „Stargate“

Die drei Technologieunternehmen OpenAI, Oracle und SoftBank haben den Bau von fünf neuen Rechenzentren für künstliche Intelligenz in den USA angekündigt. Das Vorhaben ist Teil des milliardenschweren Programms „Stargate“, das in den kommenden Jahren den massiven Ausbau der digitalen Infrastruktur für KI vorantreiben soll. OpenAI-Chef Sam Altman erklärte, dass künstliche Intelligenz ihr volles Potenzial nur dann entfalten könne, wenn ausreichend Rechenleistung zur Verfügung stehe. Mit den neuen Standorten sollen zudem 25.000 neue Arbeitsplätze entstehen.
Das Projekt „Stargate“ wurde zu Jahresbeginn von US-Präsident Donald Trump gemeinsam mit führenden Technologieunternehmen ins Leben gerufen. Ziel ist es, innerhalb von vier Jahren Investitionen von bis zu 500 Milliarden Dollar in den Aufbau von Rechenzentren zu lenken. Diese sollen den wachsenden Bedarf an Rechenleistung für KI-Anwendungen decken und die Position der USA als führender Standort für digitale Technologien sichern.
Nach Angaben von OpenAI werden drei der geplanten Standorte gemeinsam mit Oracle entstehen. Diese Rechenzentren sollen in Texas, New Mexico sowie an einem bislang nicht näher genannten Ort im Mittleren Westen der USA gebaut werden. Zwei weitere Projekte werden von OpenAI zusammen mit SoftBank und einer Tochtergesellschaft umgesetzt. Diese sollen in Ohio und ebenfalls in Texas entstehen.
Durch die fünf neuen Anlagen soll die Leistungsfähigkeit der KI-Infrastruktur deutlich gesteigert werden. In Kombination mit bereits bestehenden Projekten wird für „Stargate“ innerhalb der kommenden drei Jahre eine Gesamtkapazität von fast sieben Gigawatt erwartet. Das langfristige Ziel des Großprojekts liegt bei zehn Gigawatt. Damit soll die Grundlage für künftige Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz geschaffen werden, die zunehmend höhere Rechenressourcen benötigt.
Bei einer öffentlichen Fragerunde im texanischen Abilene hatten Oracle-Chef Clay Magouyrk und OpenAI-CEO Sam Altman die Pläne der Unternehmen erläutert. Anlass war eine Besichtigung eines bestehenden OpenAI-Rechenzentrums. Dort betonten die beiden Manager die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Technologieunternehmen, Investoren und politischen Entscheidungsträgern, um den Ausbau der Infrastruktur in der notwendigen Größenordnung zu realisieren.
Das Projekt verdeutlicht den Anspruch der beteiligten Unternehmen, die technologische Grundlage für die nächste Entwicklungsstufe der KI zu schaffen. Die neuen Standorte sollen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt aufgebaut und in Betrieb genommen werden, um den steigenden Anforderungen der Branche gerecht zu werden.
