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Ölpreise stabil trotz Skepsis über US-Iran-Friedensgespräche

Anleger zweifeln an einer Einigung, während die Sperrung der Straße von Hormus 13 Millionen Barrel täglich blockiert.

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Ölpreise stabil trotz Skepsis über US-Iran-Friedensgespräche

Die Ölpreise zeigten sich am Donnerstag kaum verändert und erholten sich von früheren Verlusten. Brent-Futures fielen leicht um 26 Cent auf 94,67 US-Dollar pro Barrel, während die US-Sorte West Texas Intermediate (WTI) um 14 Cent auf 91,43 US-Dollar zulegte. Beide Benchmarks hatten bereits am Mittwoch nahezu unverändert geschlossen, jedoch in einer breiten Handelsspanne.

Hintergrund der Preisbewegungen ist der anhaltende Krieg der USA und Israels gegen den Iran, der zur bisher größten Unterbrechung der weltweiten Öl- und Gasversorgung geführt hat. Der Iran hat den Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus blockiert – eine der wichtigsten Energierouten der Welt. Über diese Meerenge werden üblicherweise rund 20 Prozent der globalen Öl- und Flüssigerdgasströme abgewickelt.

Analysten: 13 Millionen Barrel täglich unterbrochen

Analysten der ING schätzen, dass durch die Schließung der Meerenge der Fluss von rund 13 Millionen Barrel Öl pro Tag unterbrochen wurde – bereits unter Berücksichtigung von Pipeline-Umleitungen und der geringen Anzahl an Tankern, die die Passage passierten. „Der physische Markt wird mit jedem Tag, der ohne eine Wiederaufnahme der Ölströme durch die Straße von Hormus vergeht, angespannter", warnten die ING-Analysten in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Die Knappheit am globalen Rohöl- und Mineralölproduktmarkt spiegelt sich auch in den US-Lagerbeständen wider. Die Energy Information Administration (EIA) meldete am Mittwoch, dass die Bestände an Öl, Benzin und Destillaten in der vergangenen Woche gesunken sind. Gleichzeitig stiegen die US-Exporte sprunghaft an, um den Bedarf von Ländern zu decken, die nach Ersatz für die unterbrochenen Lieferströme suchen.

Friedensgespräche: Skepsis trotz Hoffnung auf Deeskalation

Trotz laufender Diplomatie bleibt die Stimmung am Markt vorsichtig. „Obwohl Hoffnungen auf eine Deeskalation bestehen, bleiben viele Anleger skeptisch, da die Gespräche zwischen den USA und dem Iran wiederholt gescheitert sind, selbst nachdem Fortschritte erzielt worden waren", erklärte Toshitaka Tazawa, Analyst bei Fujitomi Securities. Er erwartet, dass die WTI-Preise bis zu einer Einigung weiterhin zwischen 80 und 100 US-Dollar schwanken werden.

US-amerikanische und iranische Beamte erwägen eine Rückkehr nach Pakistan für weitere Gespräche bereits am kommenden Wochenende. Pakistans Armeechef traf am Mittwoch als Vermittler in Teheran ein, um ein Wiederaufflammen des Konflikts zu verhindern. Ein zweiwöchiger Waffenstillstand war am 8. April in Kraft getreten.

Eine von Teheran informierte Quelle teilte Reuters mit, dass der Iran in Erwägung ziehen könnte, Schiffen die freie Durchfahrt auf der omanischen Seite der Straße von Hormus zu gestatten – falls eine Einigung erzielt wird. Dies wäre ein bedeutender Schritt zur Entspannung der globalen Energieversorgungslage.

Sanktionsdruck verschärft die Lage zusätzlich

US-Finanzminister Scott Bessent erklärte am Mittwoch, dass Washington die Ausnahmeregelungen, die den Kauf von iranischem und russischem Öl ohne US-Sanktionen ermöglichten, nicht verlängern wird. Dies dürfte den Druck auf den globalen Ölmarkt weiter erhöhen. Zudem wurde angekündigt, dass nach dem Scheitern der Friedensgespräche am Wochenende eine US-Blockade iranischer Häfen droht, was die Versorgungsunterbrechung weiter verschärfen könnte.

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